Freitag, 08. März 2019

Norwegen das „lebenswerteste“ Land für Frauen - Italien nur auf Rang 23

Mit guten Werten hinsichtlich Sicherheit, Gesundheit und Bildung sowie hohem Lebensstandard und der stärksten Gleichstellungsgesetzgebung bietet Norwegen die besten Lebensbedingungen für Frauen, gefolgt von Schweden und Kanada. Das ergibt eine Analyse der Wohnungs-Suchmaschine Nestpick, bei der Daten zu Gleichstellung, Gesetzgebung, Infrastruktur und Arbeit in 100 Ländern ausgewertet wurden. Österreich liegt auf Platz 9, Deutschland auf 11 und Italien auf 23.

Frauen erreichen gemäß einer Studie in Norwegen die höchste Lebensqualität.
Frauen erreichen gemäß einer Studie in Norwegen die höchste Lebensqualität. - Foto: © shutterstock

Im Rahmen der Recherche wurden außerdem Journalistinnen aus den 100 Ländern dazu befragt, wie sie das Leben von Frauen in ihrem Land einschätzen würden und welche Faktoren für sie die bedeutendsten sind. Hier wurden Sicherheit, Bildung und Gesundheit als die wichtigsten ausgewählt. Außerdem wurde der „Equal Pay Day“ berechnet. Dabei handelt es sich um den Tag, an dem Frauen aufgrund des Gender Pay Gaps im Grunde bis zum Jahresende gratis arbeiten.

Island schnitt insgesamt als bestes Land für Frauen in der Arbeitswelt ab, gefolgt von Singapur und Schweden. Norwegen liegt bei der Gleichstellung an der Spitze, gefolgt von Schweden und Neuseeland. Betreffend die Gesetzgebung liegt Estland vorn, vor der Slowakei und Ungarn. Island hat außerdem den besten Wert im Globalen Gender Gap Index, gefolgt von Norwegen und Schweden. Island hat den höchsten Wert innerhalb der Frauenrechte-Wertung, gefolgt von Neuseeland und Frankreich. Norwegen bietet den höchsten Lebensstandard, gefolgt von Irland und Singapur.

In Kamerun verdienen Frauen mehr als Männer

Kamerun hat mit minus 5,80 Prozent den „niedrigsten“ Gender Pay Gap, was darauf hindeutet, dass Frauen dort mehr verdienen als Männer. Zwölf Länder haben eine Null-Prozent-Steuerpolitik auf Frauenhygiene-Produkte: Irland, Kanada, Südafrika, Australien, Kolumbien, Jamaika, Uganda, Tansania, Kenia, Malaysia, Indien und Nigeria.

Kanada lag bei der Infrastruktur an der Spitze, gefolgt von Norwegen und Österreich auf Platz drei. Die Kategorie Infrastruktur ist laut Studienautoren eine Zusammenführung mehrerer Faktoren, einschließlich Raten und Einstellungen zu häuslicher Gewalt, Gesetze zur Gewalt gegen Frauen, Alphabetisierungsrate von Frauen, erwartete Bildungsjahre, UNO-Bildungswert, Müttersterblichkeitsraten, Zugang zu Verhütungsmitteln, Brust- und Gebärmutterhalskrebsraten und Fälle von Genitalverstümmelung bei Frauen. Kanada ist gemäß der Analyse auch das sicherste Land für Frauen, gefolgt von Österreich und Island.

Italien bei den Managerinnen weit abgeschlagen

Den höchsten Anteil an Frauen in der Politik (bezugnehmend auf die Positionen in Ministerien und Parlamenten) ist in Ruanda mit 54,35 Prozent zu finden, gefolgt von Schweden und Frankreich. Italien kommt auf 31,75 % und damit auf Platz 25. Namibia hat mit 48,6 Prozent den höchsten Anteil an Frauen in Management-Positionen, vor Lettland und Panama. Italien kommt in dieser Rangliste mit 22,30 % nur auf den mageren 75. Rang.

Den höchsten Bildungswert der Analyse erreichte Australien, gefolgt von Island und Neuseeland. In Sachen Gesundheit schnitt Norwegen vor Malta und Frankreich am Besten ab; dieser Bereich ist der einzige, in dem auch Italien im Spitzenfeld (7.) aufscheint.

Riesige Unterschiede bei Dauer der Elternzeit

Bemerkenswerte Daten liefert auch der Vergleich der Dauer der Elternzeit: Hier führt Estland mit 1162 Tagen knapp vor der Slowakei (1148), Finnland (1127) und Ungarn (1120). Unsere nördlichen Nachbarn Österreich und Deutschland folgen auf den Rängen 9 und 10 mit deutlich weniger Tagen, und zwar 420 bzw. 406. Italien folgt erst auf Rang 37 mit 334 Tagen.

apa

stol