Montag, 20. April 2020

Notaufnahme in Bergamo erstmals seit 45 Tagen leer

Genau 2 Monate nach Beginn der Coronavirus-Epidemie kann das lombardische Gesundheitssystem dank der niedrigeren Zahl von neuen Covid-19-Infektionsfällen wieder atmen.

Krankenhaus „Papa Giovanni XXIII“ war zeitweise überfüllt.
Krankenhaus „Papa Giovanni XXIII“ war zeitweise überfüllt. - Foto: © APA (AFP) / PIERO CRUCIATTI
Am Montag gab es erstmals seit Anfang der Seuche in der Notaufnahme des Krankenhauses der Stadt Bergamo keine neuen Patienten. In Bergamo, dem italienischen „Wuhan“, entschärft sich die Lage allmählich.

Die bis vor wenigen Wochen mit Krankenbetten überfüllten Gänge der Nothilfe des Krankenhauses „Papa Giovanni XXIII“ sind wieder leer. Der kontinuierliche Strom von Krankenwagen, die Covid-19-Patienten ins Spital führten, ist abgebrochen.

Am Höhepunkt der Infektion zählte das Krankenhaus 500 Covid-19-Patienten. Inzwischen ist die Zahl auf 298 gesunken. Dies ist auch der Entlastung zu verdanken, die eingetreten ist, seitdem auf dem Messegelände Bergamos ein Covid-19-Feldlazarett aufgestellt wurde, in dem unter anderem ein russisches Ärzteteam im Einsatz ist. Erstmals werden im Krankenhaus „Papa Giovanni XXIII“ mehr Menschen mit anderen Krankheiten als Covid-19-Patienten behandelt. Die Coronavirus-Patienten, die im Krankenhaus liegen, sind in einem weniger kritischen Zustand als in den vergangenen Wochen, berichteten die Ärzte. „Wir haben die akuteste Phase überwunden. Wir sind stark mitgenommen, aber wir haben es geschafft“, kommentierte der Primar der Intensivstation des Krankenhauses von Bergamo, Luca Lorini, laut Medienangaben.

Nach Angaben von Bürgermeister Gori starben in Bergamo seit Anfang März fast 800 Menschen. Laut der offiziellen Statistik wurden allerdings lediglich 272 Corona-Tote verzeichnet. Doch diese Zahlen umfassen nur die Toten in Krankenhäusern, nicht die zu Hause oder in Einrichtungen für betreutes Wohnen gestorbenen Menschen.

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apa

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