Als besondere Herausforderung gestaltete sich dabei die Rettung und Bergung der verletzten Personen unter erschwerten Bedingungen sowie der Schutz der Abteilungen und Dienste im Krankenhaus, denn wie im Ernstfall hatte auch hier die Sicherheit der Patientinnen und Patienten oberste Priorität."Beide Notfallkonzepte haben sehr gut funktioniert"Notfallkoordinator Konrad Egger von der technischen Abteilung zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf: „Nach Auslösen des Probealarms um 14:00 Uhr nahm ein genau festgelegter Notfallplan Gestalt an. Es wurden die Feuerwehren und Einsatzkräfte verständigt und die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Perfekt geschminkte Darsteller spielten die Leicht- und Schwerverletzten, somit war es möglich, die Situation so wirklichkeitsnah wie möglich durchzuspielen. Alles hat jedoch vorzüglich geklappt, die beiden Notfallkonzepte - jenes des Krankenhauses und jenes für einen Massenanfall von Verletzten in der Notaufnahme (sog. ‚MANV‘) mit der Alarmstufe 2 - haben sehr gut funktioniert.""Immer wieder Üben gibt Sicherheit"Auch Dr. Norbert Pfeifer, Verantwortlicher der Notaufnahme, ist von der Wichtigkeit solcher Übungen überzeugt: „Diese Abläufe sitzen nur dann, wenn sie immer und immer geübt und durchgesprochen werden. Im Ernstfall hat man nicht mehr die Zeit, nach Lösungen zu suchen, es muss alles reibungslos ablaufen. Deshalb ist es für uns als Team der Notaufnahme wichtig, dass solche Szenarien so realistisch wie möglich, auch mit möglichen Komplikationen, durchgespielt werden. In diesem Fall hatten wir alle Hände voll zu tun mit der Einstufung und Behandlung der angenommenen Verletzten. Doch man hat gesehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Notaufnahme das sehr gut in den Griff bekommen haben. Oberstes Ziel bei der Bewältigung eines solchen MANVs ist es, den anfänglichen Mangel an Ressourcen so zu organisieren, dass eine fachgerechte Versorgung aller betroffenen Patientinnen und Patienten nach den individualmedizinischen Kriterien so schnell wie möglich wieder hergestellt ist - dies hat gut funktioniert, eine für uns und für die Bevölkerung beruhigende Tatsache."Nachbesprechung obligatorischAn die Übung schloss sich eine Nachbesprechung aller Beteiligten an: Es waren dies neben den Verantwortlichen des Gesundheitsbezirkes Meran die Notfalldirektion, die freiwilligen Feuerwehren Meran, Gratsch, Untermais, Obermais, Labers, Freiberg, Hafling und Vöran, die Rettungsdienste Weißes und Rotes Kreuz sowie die Ordnungskräfte der Polizei.