Die Anwälte von Carsten S. haben bereits angekündigt, dass ihr Mandant Angaben machen will.Der 33-Jährige soll den untergetauchten Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) die Pistole der Marke „Ceska“ besorgt haben, mit der neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft ermordet wurden.Er ist seit langem aus der Neonazi-Szene ausgestiegen und hatte schon im Ermittlungsverfahren umfangreich ausgesagt.Der Prozess war während der Pfingstferien in Bayern für zwei Wochen unterbrochen worden. Hauptangeklagte ist die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe.Ihr wird unter anderem Mittäterschaft bei sämtlichen Anschlägen des NSU vorgeworfen, darunter insgesamt zehn Morde und zwei Sprengstoffanschläge.Neben Zschäpe stehen vier mutmaßliche NSU-Unterstützer vor Gericht, unter ihnen der ehemalige NPD-Funktionär Ralf Wohlleben.dpa