Montag, 30. November 2015

Nur ein paar Tropfen Regen

Dieser November wird als außergewöhnlich trockener Monat in die Wettergeschichte eingehen: Im Raum Bozen erfolgte 30 Tage lang kein Niederschlag - das gab es in der 160-jährigen Messreihe im November bisher nur ein Mal.

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Foto: © shutterstock

Und zwar im Jahr 1924, heißt es im Monatsrückblick des Landeswetterdienstes.

Auch außerhalb des Bozner Raums fielen in Südtirol in diesem Monat nur wenige Millimeter Niederschlag. Spitzenreiter war St. Valentin auf der Haide – aber selbst hier kamen nicht mehr als zehn Millimeter Niederschlag zusammen.

Wärmer als im langjährigen Durchschnitt

Die Temperaturen lagen im November südtirolweit um eineinhalb bis zwei Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt.

Dazu beigetragen haben vor allem die milden Tage in der ersten Monatshälfte, erst zum Ende hin kühlte es ab. Unangefochten auf Platz 1 der mildesten November bleibt jener des Vorjahres mit einem Wärmeüberschuss von 4 Grad Celsius.

Der wärmste Tag des Monats war der 9. November. Mit Unterstützung des Nordföhns stieg die Temperatur in Schlanders auf 23,6 Grad Celsius – das ist der höchste Novemberwert in Südtirol seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Auch auf den Bergen wurden wenig später neue Novemberrekorde erreicht: Auf Südtirols höchster Wetterstation Signalgipfel Wilder Freiger auf 3400 Metern Meereshöhe waren es plus 5,5 Grad Celsius, und am Rittner Horn auf 2260 Metern plus 13,5 Grad Celsius.

Die tiefste Temperatur wurde am 28. November in Welsberg mit minus 11,9 Grad Celsius gemessen.

Herbst 2015: „Normal“ ist anders

Mit dem 30. November endet auch der meteorologische Herbst. Dieser war von drei recht unterschiedlichen Monaten geprägt: Der September war vergleichsweise kühl, der Oktober durchschnittlich und der November deutlich milder. Der gesamte Herbst war damit leicht über dem Durchschnitt mit einer Temperaturabweichung von 0,2 Grad bis 0,5 Grad.

stol