Hier erzählt er von seinem Alltag und warum er nicht mehr würde tauschen wollen. <BR /><BR />Die Kinder von der Schule abholen, das Abendessen zubereiten, zum Elternabend gehen oder einkaufen: Im Haushalt der Familie Mery erledigt das meistens Papa Gabriele. „Unsere beiden Kinder sind im Volks- und Mittelschulalter, meine Frau ist selbstständig und hat eine Apotheke in Vahrn. Deswegen haben wir uns entschieden, dass ich mehr Zeit zu Hause verbringe“, erzählt Mery. <h3> Seit 12 Jahren der Hausmann</h3>Nach der Geburt des ersten Kindes nahm die Mutter 5 Monate Mutterschaft in Anspruch, danach der Vater 5 Monate Vaterschaft. „Dann sind wir beide wieder in unsere Jobs zurückgekehrt.“ Sehr schnell habe man aber trotz Hilfe der Oma bemerkt, dass beide nicht Vollzeit arbeiten würden können. „Also habe ich damals mit meinem Chef gesprochen und gefragt, ob es möglich wäre, auf 75 Prozent zu reduzieren.“ Gabriele Mery kümmerte sich hauptsächlich um Haus und Kind. Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen – und die Aufgaben in der Familie noch immer gleich verteilt.<BR /><BR /> Nach der Geburt des zweiten Kindes gab es in der Apotheke Personalmangel. „Wir sind direkt vom Krankenhaus dorthin gefahren und haben geschaut, ob alles in Ordnung ist.“ Gabriele Merys Frau stieg wieder in den Beruf ein, Mery nahm Vaterschaftsurlaub. „Am Vormittag bin ich immer mit dem Kinderwagen im Dorf unterwegs gewesen. Wenn das Baby Hunger hatte, habe ich kurz in der Apotheke gehalten, wo es meine Frau stillte. Dann sind wir weitergegangen“, schildert Mery eine Episode aus seiner Zeit als Vollzeitpapi. <h3> „Ich verbringe lieber Zeit mit den Kindern.“</h3>Dann kehrte auch er wieder in die Arbeitswelt zurück, in Teilzeit. Würde er wieder gerne Vollzeit arbeiten? Nein, sagt Gabriele Mery entschieden. „Ich habe mich daran gewöhnt. Ich verbringe lieber mehr Zeit mit den Kindern.“ Seine eigenen Eltern trennten sich schon früh, die Präsenz des Vaters habe ihm in seiner Kindheit gefehlt – obwohl er ihn regelmäßig sah. „Auch deshalb habe ich mich entschieden, mehr bei meinen Kindern zu sein als mein Vater früher bei mir.“ <BR /><BR />Gabriele Mery hat seine Work-Life-Balance gefunden. In der Mittagspause geht er ins Fitnesscenter, 8 Monate im Jahr engagiert er sich an den Sonntagen als Fußballschiedsrichter. Da ist dann Mama-Zeit. Dass seine Frau den größeren Teil des Geldes nach Hause bringt, war für ihn nie ein Problem. „In unserer Beziehung stand das Finanzielle nie zur Diskussion, ich schaue ja auf unsere gemeinsamen Kinder. Wir machen das für ihre Zukunft.“ <BR />