Dienstag, 22. Dezember 2015

O du schreckliche Weihnachtszeit: Wie das Inferno verhindert wird

Die Krippe, brennende Christbaumkerzen, Kekse, „Stille Nacht“ im Hintergrund: Das ist Weihnachten. Der unbedachte Umgang mit den Kerzen kann dem besinnlichen Fest ein jähes Ende bereiten. Es reicht, einige Regeln zu beachten, an welche die Freiwilligen Feuerwehren Südtirols und die Berufsfeuerwehr alljährlich zu den Feiertagen erinnern.

Wenn der Christbaum brennt, ist es wichtig, richtig zu handeln.
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Wenn der Christbaum brennt, ist es wichtig, richtig zu handeln.

Der Adventkranz steht inzwischen seit einiger Zeit in den beheizten Wohnungen – er brennt wie Zunder, wenn eine Kerze zu weit abbrennt.

Den Baum einfrischen

Dasselbe gilt  für den Christbaum im neuen Jahr, die Brandgefahr steigt mit zunehmender Dürre. Bevor der Baum in die Stube gestellt wird, gilt: In kühlen Räumen oder auf dem Balkon aufbewahren. Damit Christbäume länger frisch bleiben, sollten sie bis zur Aufstellung in einem Kübel Wasser stehen.

Der Christbaum sollte ausschließlich in stabilen Christbaumständern stehen, zudem sollte zu brandgefährlichen Einrichtungsgegenständen ein Sicherheitsabstand eingehalten werden. Auch Christbaumschmuck sollte nicht aus Papier, Watte oder Zellwolle bestehen. Zu den Kerzen muss unbedingt genügend Abstand eingehalten werden. Außerdem sollten Christbäume nicht in Tür Nähe aufgestellt werden, so dass im Falle eines Brandes das Verlassen des Raumes ungehindert möglich ist.

Besser Lichtketten als Kerzen

Aus Brandschutzsicht besser als Kerzen sind elektrische Lichterketten – genormte aus dem Fachhandel. Wer Kerzen benutzt, sollte drei Dinge beachten:

  • Sie müssen sicher befestigt, von oben nach unten und von hinten nach vorne angezündet und in umgekehrter Reihenfolge ausgelöscht werden.
  • Sie sollte nie unbeaufsichtigt brennen.
  • Feuerzeug und Zündhölzer sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.

Gefährlich sind auch Sternspritzer: Wenn sie abgebrannt sind, glühen sie weiter und sollten daher sicher entsorgt werden. 

Damit der Christbaum nicht brennt:

  • Nur in kühlen und möglichst nicht geheizten Räumen bis zur Aufstellung aufbewahren. Damit Christbäume länger frisch bleiben, am besten bis zum Aufstellen in ein mit Wasser gefülltes Gefäß stellen.
  • Nur kipp- und standsichere Vorrichtungen (Christbaumständer) verwenden. Bewährt haben sich die im Handel erhältlichen Christbaumständer mit eingebautem Behälter, der mit Wasser gefüllt wird. Wenn sie Kleinkinder zu Hause haben, ist es ratsam, den Baum anzubinden. Achten sie auch darauf, dass der Baumschmuck nicht zu tief hängt, so dass Kinder daran ziehen können und der Baum womöglich umstürzt.
  • Stellen sie den Baum auch nicht zu nahe an eine Heizung. Dadurch wird ein schnelles Austrocknen vermieden. Die Christbäume sind je nach Grad ihrer Austrocknung mehr oder weniger entzündbar. Einmal in Brand geraten, brennt ein ausgetrockneter Baum rasant ab.
  • Christbäume so aufstellen, dass im Falle eines Brandes das Verlassen eines Raumes ungehindert möglich ist. Daher nicht unmittelbar neben Türen aufstellen (Fluchtwege freihalten!).
  • Mindestens 50 cm Abstand von brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln halten. Die Umgebung des Christbaumes von leicht entzündbaren Gegenständen freihalten.
  • Die Kerzen müssen immer senkrecht stehen und in dieser Stellung bleiben. Achten Sie, dass zwischen Kerzen und den darüber- bzw. danebenliegenden Zweigen genug Abstand ist, damit diese nicht in Brand geraten.
  • Beim Schmücken des Christbaumes keine brennbaren Stoffe wie Papier, Watte oder Zellwolle verwenden.
  • Beim Anzünden der Kerzen auf die Reihenfolge achten: von oben nach unten und von hinten nach vorne. Gelöscht werden sie dann in der umgekehrten Reihenfolge (von unten nach oben und von vorne nach hinten).
  • Christbäume mit brennenden Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen. Eventuell Zündhölzer und Feuerzeuge versperren, damit Kleinkinder die Kerzen nicht heimlich allein anzünden können.
  • Echte Kerzen schaffen zwar eine festliche Atmosphäre, stellen aber eine besondere Brandgefahr dar. Hauptsächlich wenn sie kleine Kinder im Haus haben, ist es vielleicht ratsam statt echten Kerzen, elektrische Lichterketten zu verwenden. Achtung: Keine Billigware kaufen, die Verkabelung und Anschlüsse müssen sicher (normgerecht) ausgeführt sein.
  • Sternspritzer beim Abbrennen beobachten, vor allem die glühenden Restkolben nicht mit brennbaren Gegenständen in Verbindung bringen. Keinesfalls auf dürren Ästen anbringen.
  • Dürre Bäume brennen wie Zunder, der Abbrand erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit. Daher bald entfernen, keinesfalls mehr die Kerzen anzünden.

Für jene, die den Adventskranz nochmals anzünden, gilt:

  • Der Adventkranz muss immer auf einer feuerfesten Unterlage (z. B. Metall-, Keramik- oder Glasteller) aufgestellt werden.
  • Stellen sie den Adventkranz etwas höher, damit kleine Kinder nicht rankommen.
  • Beim Anzünden der Kerzen auf die Reihenfolge achten: von hinten nach vorne. Gelöscht werden sie genau in der umgekehrten Reihenfolge.
  • Lassen Sie den Adventkranz nie unbeaufsichtigt!
  • Ersetzen sie eine abgebrannte Kerze rechtzeitig. Lassen sie diese nicht bis zum Kerzenhalter abbrennen.
  • Achten sie darauf, dass die Kerzenhalter nicht brennbar sind.
  • Es muss immer ein genügend großer Sicherheitsabstand zu brennbaren Stoffen, insbesondere Dekorationen eingehalten werden.
  • Wichtig! Je dürrer der Kranz, umso höher die Brandgefahr!

LÖSCHEN

  • Für den Ernstfall immer einen Eimer mit Wasser oder einen Feuerlöscher in der Nähe bereithalten.

NOTRUF

  • Sollte ein erster Löschversuch nicht gelingen, Raum bzw. den Brandbereich sofort verlassen, Türen zum Brandraum schließen und die Feuerwehr über die Notrufnummer 115 alarmieren und am Hauseingang erwarten.

Beim Notruf unbedingt mitteilen:

  • Wer meldet (Name des Anrufers)
  • Was ist passiert (Brand, Unfall, …)
  • Wo wird die Feuerwehr gebraucht (Ort, Adresse, Anfahrt)
  • Wie ist die Lage (eingeschossene Personen, Verletzte, usw.)

stol

stol