<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1240542_image" /></div> <BR />„Die 70 vorgesehenen Winterbetten für jene Obdachlosen, die sich das ganze Jahr über in Bozen aufhalten und die auch die nötigen Dokumente haben, sind bereits belegt“, erklärte <b>Patrizia Brillo</b> (im Bild), Stadträtin für Soziales, gestern. Darüber hinaus habe die Gemeinde weitere 43 Plätze an ansässige Personen vergeben, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen des Verlusts des Arbeitsplatzes keine Aufenthaltsgenehmigung haben. „Auch diesen 43 Personen haben wir Vorrang eingeräumt“, betonte Brillo. „20 weitere Betten der Gemeinde, für akute Notfälle angedacht, sind noch frei.“ <BR /><BR />Alle Obdachlosen, die keinen Schlafplatz in Bozen erhalten haben, wurden – wie mit dem Land vereinbart – in den Winterschlafzentren von Meran, Leifers, Brixen und Bruneck untergebracht. „Diese Verteilung, die Bozen entlastet, funktioniert“, unterstrich die Stadträtin. „Erst wenn alle in den vier Zentren verfügbaren Betten belegt sind, werden wir unsere 20 Notfallplätze besetzen. Weitere Personen auf der Warteliste werden dann auf die anderen vier Gemeinden verteilt, die ebenfalls insgesamt 20 Notfallplätze haben.“ Die Warteliste sei lang. „Wie schon in den vergangenen Jahren sind ab Anfang November viele Obdachlose, die in anderen Regionen um Asyl angesucht haben, nach Bozen gekommen“, unterstrich Brillo. „Auf der Warteliste sind nur Personen von auswärts, weil sie wissen, dass es hier Winterschlafplätze gibt. Sogar aus Sizilien sind Leute nach Bozen gekommen.“ <BR /><BR />Ihnen biete man eine Rückfahrtkarte mit dem Zug an, da Gemeinden außerhalb von Südtirol für sie zuständig seien. Allerdings habe die Nachricht, dass man in Bozen ohne Dokumente, die auch kontrolliert würden, keinen Zugang zu den Zentren erhalte, dazu geführt, dass weniger Menschen nach Bozen gekommen seien. „Aber noch ist die Kälte nicht ganz da. Wir werden sehen. Einige der Obdachlosen von auswärts bleiben hier, auch wenn sie keinen Schlafplatz erhalten und auf die Warteliste kommen“, betonte Brillo.<BR /><BR />In der Zwischenzeit campieren sie in Behelfsunterkünften. Vier dieser Zeltlager zwischen der Palermo- und der Reschenbrücke am linken Eisackufer wurden am Dienstag von der Stadtpolizei gemeinsam mit einigen Mitarbeitenden der Brennerautobahn geräumt.<BR /><BR />„Diese Obdachlosen bleiben, da sie davon ausgehen, dass sie letztlich doch in einem der Zentren unterkommen, weil es bisher immer so war, dass man ihnen bei Einbruch der Kälte Plätze zugewiesen hat. Sobald alle Plätze belegt sind, sehen wir weiter“, sagte die Stadträtin. Das Problem sei, dass es in Bozen keine freien Plätze mehr gebe. „Mehr als die insgesamt 90 Schlafplätze hat die Gemeinde nicht, denn es gibt keine weiteren Unterkünfte. In den Unterkünften in der Pacinottistraße und im Ex-Alimarket-Gebäude sind ja schon seit mehreren Monaten jene Personen untergebracht, die zwar einer Arbeit nachgehen, aber keine Unterkunft haben“, betonte Stadträtin Brillo gestern.