Mittwoch, 22. Februar 2017

Obdachlosen in Bozen zu Tode geprügelt: Pole muss hinter Gitter

Adrian Zelech bleibt im Bozner Gefängnis. Der 22-jährige Pole hat einem gerichtlichen Vergleich über 4 Jahre und 10 Monaten Haft abgeschlossen. Die Anklage hatte ihm Körperverletzung mit Todesfolgen vorgeworfen.

Adrian Zelech muss über vier Jahre hinter Gitter. Er soll den Obdachlosen Jaroslav Kohl zu Tode geprügelt haben.
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Adrian Zelech muss über vier Jahre hinter Gitter. Er soll den Obdachlosen Jaroslav Kohl zu Tode geprügelt haben.

Der Pole stand unter dem dringenden Verdacht, im Jänner des Vorjahres den Obdachlosen Jaroslav Kohl (50) aus Tschechien in Bozen getötet zu haben. Nach einer Anhörung in der Bozner Quästur war Zelech aber verschwunden. Einen Monat später konnte er von der polnischen Polizei ausgeforscht und nach Bozen ausgeliefert werden. Seither sitzt er in Bozen in Haft.

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den 22-Jährigen. Aufzeichnungen der Videoüberwachung sollen deutlich zeigen, dass Zelech auf Kohl eingeschlagen und getreten hatte. Allerdings stellte sich heraus, dass auch andere auf den am Boden liegenden Obdachlosen eingetreten hatten. Infolgedessen konnte nicht eindeutig zugeordnet werden, ob es Zelechs Tritte und Hiebe waren, die schließlich zum Tod von Jaroslav Kohl geführt haben.

Vor Richter Andrea Pappalardo hat nun den gerichtlichen Vergleich abgesegnet, den Zelechs Verteidiger angeboten hatten. Der 22-Jährige muss für 4 Jahre und 10 Monate ins Gefängnis.

em/D

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Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der Donnerstag-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol