Dienstag, 28. Februar 2017

Oberlandesgericht Trient kennt Vaterschaft von homosexuellem Paar an

Einem Kind das Recht auf beide Elternteile zu nehmen, würde dessen Grundrechte als menschliches Wesen verletzten, hat das Gericht am 23. Februar geurteilt.

Das Paar wollte nun seine doppelte Vaterschaft in Italien rechtlich anerkannt haben, und hat vor dem Oberlandesgericht Trient Recht bekommen.
Das Paar wollte nun seine doppelte Vaterschaft in Italien rechtlich anerkannt haben, und hat vor dem Oberlandesgericht Trient Recht bekommen. - Foto: © shutterstock

Das homosexuelle Paar erfüllte sich seinen Kinderwunsch mithilfe einer Leihmutter und über den Weg der künstlichen Befruchtung in den USA - Zwillinge kamen zur Welt.

Das Paar wollte nun seine doppelte Vaterschaft in Italien rechtlich anerkannt haben, und hat vor dem Oberlandesgericht Trient Recht bekommen. Der US-amerikanische Geburtsschein der Kinder, auf dem das homosexuelle Paar als Eltern angegeben wurde, wurde vom Gericht als gültig anerkannt.

Damit hat das Gericht unterstrichen, dass die Rechtsstellung des Kindes nicht allein aus der genetisch-biologischen Herkunft abzuleiten ist. Einem Kind das Recht auf beide Elternteile zu nehmen, würde laut Urteil dessen Grundrechte als menschliches Wesen verletzten.

Vorrangig zu berücksichtigen sei somit der Entschluss zweier Personen, für ein Kind zu sorgen, was sie zu Eltern mache.

Der im Ausland ausgestellte Geburtsschein, in dem die beiden Männer als Väter aufgeführt werden, ist insofern als gültig anzusehen.

D/stol           

stol