Dienstag, 29. November 2016

Obermaiser Schülereltern wollen endlich Taten sehen

Die Mittelschule in Obermais platzt aus allen Nähten und bräuchte dringende Instandhaltungsarbeiten, die sich aber seit Jahren verzögern. Bei einer Elternversammlung hat sich am Montag die überwältigende Mehrheit der Eltern für das Maiense-Gebäude als Übergangsstandort für die Mittelschule Obermais ausgesprochen. Außerdem wurden Protestaktionen angedacht, um den Druck auf die Gemeinde zu erhöhen.

Für die Obermaiser Mittelschule braucht es endlich konkrete Pläne und Lösungen.
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Für die Obermaiser Mittelschule braucht es endlich konkrete Pläne und Lösungen.

Ärger, Enttäuschung, Ungeduld: das waren die bestimmenden Gefühle in der Elternversammlung zum Thema der Mittelschule Obermais, die am Montag Abend in der Aula Magna der Grundschule Obermais stattfand.

Dazu paarte sich große Verwunderung, da Merans Bürgermeister Paul Rösch und der zuständige Stadtrat Stefan Frötscher gerade erst vor anderthalb Monaten die Umsiedlung der Mittelschule Obermais ins Maiense-Gebäude fix für das nächste Schuljahr zugesagt hatten. Nun wird aber diese Umsiedlung laut einem Schreiben der Gemeinde wieder stark in Frage gestellt, und zwar wegen der notwendigen Umbaukosten von ca. 1,2 Millionen Euro.

Nach dem Erhalt des Schreibens hatte die Arbeitsgruppe Mittelschule Obermais, welche sich aus Eltern, Lehrpersonen und Schulverwaltung zusammensetzt, zur Elternversammlung geladen.

In einer Abstimmung sprach sich die überwältigende Mehrheit der zahlreichen anwesenden Eltern für das Maiense-Gebäude als Übergangslösung für die Mittelschule Obermais aus. „Wir sind einer vorübergehenden Lösung für das ewige Schulproblem der Mittelschule Obermais endlich so nahe“, ärgerte sich ein Elternteil, „da darf die Gemeinde die Verhandlungen nicht einfach aufgeben.“

„Hauptsache, es kommt endlich zu einer klaren Entscheidung“

Eine anwesende Sprecherin der Verwaltungsgesellschaft der Immobilie Maiense betonte, dass die Besitzer „für alle Lösungen offen“ seien und die Verhandlungen weiterführen möchten, „Hauptsache, es kommt endlich zu einer klaren Entscheidung“.

Ein Teilnehmer meinte: „1,2 Millionen Euro werden in Meran für alle möglichen, weit weniger sinnvollen Dinge ausgegeben – wir reden hier schließlich von einer Lösung, die Hunderten von Kindern gut 10 Jahre lang ein akzeptables Lernumfeld bieten wird, da ist dieser Betrag nicht wirklich hoch und schon gar nicht rausgeschmissenes Geld.“

Mehrere Protestaktionen geplant, auch schon im Advent

Um die Gemeinde unter Druck zu  setzen, wurde von den Eltern über mögliche Aktionen beraten. Übrig geblieben ist eine ansehnliche Liste von Maßnahmen, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden, „bis die Gemeinde endlich einlenkt und dafür sorgt, dass das Maiense-Gebäude zur Verfügung steht“, wie ein Elternteil zusammenfasste. Die erste Aktion startet schon im Advent und passt perfekt in die besinnliche Zeit und Weihnachten. 

Direktor Andrea Bordiga unterlegte die Forderung der Eltern: „Eines ist klar: Ich werde keine weitere Klasse auslagern; 3 Klassen reichen.“ Bereits im kommenden Schuljahr würden 4 Klassen überzählig sein, im Jahr darauf 5 Klassen.

Die Eltern sehen das offensichtlich genauso und schenkten dem Direktor tosenden Beifall.

stol

stol