Entgegen ersten Meldungen hatten die beiden Lehrerkollegen nie eine Beziehung gehabt. Der Mann dürfte der Pädagogin Informationen zufolge aber Avancen gemacht haben. Der 29-jährige Lehrer, der nach der Tat Suizid beging, war bisher unbescholten, es gab auch keine Stalking-Anzeigen oder andere Vorkommnisse, teilte Staatsanwalt Alois Ebner mit.<BR /><BR />Bei dem Femizid ging der 29-Jährige äußerst brutal vor, wie erste Ermittlungen zeigen. Er fügte der Frau wohl mit einem zweischneidigen Dolch mehrere tiefe Einschnitte im Halsbereich zu. Danach schoss er der Pädagogin mehrmals in den Kopf. Am Leichenfundort wurden laut Ebner drei Patronenhülsen gefunden. Der Femizid wurde in den „frühen Nachmittagsstunden“ verübt. Zu dem Zeitpunkt dürfte das Gebäude fast menschenleer gewesen sein. Es gebe laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft derzeit zumindest keine Zeugen, die etwaige Schüsse gehört hätten.<BR /><BR />Der Mann war später in Freinberg tot in seinem demolierten Fahrzeug mit einer Schusswunde aufgefunden worden, teilte die Polizei in einer Presseaussendung am Samstag mit. Laut Ebner hatte sich der Mann bei voller Fahrt in den Kopf geschossen, bevor das Auto frontal gegen einen Baum prallte. Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis ordnete eine Obduktion der beiden Toten an. Die Auswertung von Spuren sowie Zeugenbefragungen liefen noch.<BR /><BR />Die getötete Lehrerin hätte am frühen Nachmittag zuhause sein sollen. Als sie nicht heimkam, machte sich ihre Mutter auf die Suche und fuhr zur Schule, wo sie das Auto ihrer Tochter am Parkplatz fand. Gemeinsam mit einem Bediensteten der Schule suchte sie nach der jungen Frau. In der Schulbibliothek wurde dann deren Leiche gefunden.