Ein Bedarf an „echten“ Vorlesungen, an langfristiger Planung mit den Schulen in Sachen Schnupperwochen, Open Day und „ad hoc Vorlesungen“ kamen bei der Diskussionsrunde zur Sprache. Es wurde die Mehrsprachigkeit als Wettbewerbsvorteil hervorgehoben, in der mittlerweile nur noch wenige Direktionen Hemmschwellen von Seiten der Schüler ausmachten. Um die Besonderheiten der Universität zu erläutern, führte die Studentenberatung der Universität ihr Angebot als erste Anlaufstelle an mit Beratung vor Ort in persönlichen Gesprächen, aber auch mit Studienmessen, dem Open Day, Führungen und Vorstellungen an den Schulen und den Schnupperwochen, die von den interessierten Studenten gerne angenommen werden. Allein im Jahr 2009 waren es 154 Oberschüler, die eine Woche an der Universität „auf Augenhöhe mit den Studenten“ verbrachten. Die Direktoren vermittelten die Sorge mancher Schüler, dass die begrenzte Studienplatzanzahl sie oftmals davon abhalte, sich überhaupt zu bewerben. „Die begrenzte Anzahl stellt allerdings einen Garanten für eine gewisse Arbeitssicherheit dar, insbesondere am Beispiel der Schulen, wobei wir die Anzahl der Studienplätze mit den Schulämtern absprechen“, erläuterte Prof. Liliana Dozza, Prodekan der Fakultät für Bildungswissenschaften. Gewünscht hingegen wurden Vorlesungen der Universitätsprofessoren an den Schulen zu speziellen Themen wie z.B. „Klimawandel. Ist die Welt noch zu retten?“ oder auch Tests in Mathematik, um die eigenen Chancen bei einer Bewerbung zu eruieren. Prof. Gabriella Dodero, Delegierte des Rektors für Studentenzentriertes Lernen, richtete noch einen Appell an die Direktoren: „Uns als Universität ist ein großes Anliegen sei, Menschen mit Behinderung ein barrierefreies Studium an der Freien Universität Bozen zu ermöglichen.“