Bis auf ein zweites Treffen mit den Vertretern der Schulgewerkschaften in der kommenden Woche ist der Diskussions-Marathon zu Ende. In der kommenden Woche sollen die Anregungen aus der Welt der Schule ausgewertet und die notwendigen Beschlüsse für die Landesregierung vorbereitet werden."Wir stecken seit Anfang des Monats in einem ausgiebigen Diskussionprozess. Dabei haben wir eine Vielzahl von Anregungen, Bemerkungen, Kritikpunkten und Tipps eingeholt haben", so Kasslatter Mur. Diese sollen zum Teil in die Entwürfe zu Rahmenrichtlinien und Schulverteilungsplan einfließen.Am 8. November soll die Landesregierung sich in einer ersten Lesung mit den ergänzten Entwürfen befassen.Bis Mitte Dezember sollen die vier für die Umsetzung der Reform notwendigen Beschlüsse endgültig gefasst werden: jene für die Rahmenrichtlinien, den Schulverteilungsplan, den Direktionsplan sowie die Stundentafeln und Angebote der Berufsbildung.Klassisches Gymnasium: " Mindestanzahl von Neueinschreibungen nötig“Zu Ende gegangen ist der Diskussionsmarathon am Freitag mit einer Informationsveranstaltung für die Lehrer des Bezirks Bozen. Laut neuestem Entwurf des Schulverteilungsplans sollen in der Landeshauptstadt künftig sechs öffentliche Gymnasien, fünf Technische Fachoberschulen, zwei Wirtschafts-Fachoberschulen, sechs Berufsfachschulen, die Hotelfachschule und eine ganze Reihe von Ausbildungen für Lehrberufe angeboten werden. Dazu kommen eine Wirtschafts-Fachoberschule und eine Technische Fachoberschule in Auer. Vorgestellt wurden den Lehrern auch zwei Neuerungen im Vergleich zum ersten Entwurf des Schulverteilungsplans, die die Landeshauptstadt betreffen. So ist nun in der Landeshauptstadt ein Sprachengymnasium mit Landesschwerpunkt Musik ebenso vorgesehen, wie eine Wirtschafts-Fachoberschule in der Fachrichtung Verwaltung, Finanzen und Marketing mit dem Schwerpunkt Weltwirtschaft und Handel. Ob es auch ein öffentliches klassisches Gymnasium geben wird, hänge maßgeblich von den Schülerzahlen ab, so Kasslatter Mur."Ich halte nach wie vor eine Mindestanzahl von zwanzig Neueinschreibungen pro Jahr für die Schaffung einer Schule für gerechtfertigt", so die Landesrätin.