Allerdings seien noch ein paar Fragen offen, so der Landeshauptmann am Montag nach der Sitzung der Landesregierung.So sollen im Gesetz zur Reform der Oberstufe u.a. auch klare Bildungsziele für Maturanten festgeschrieben werden. "Wer eine Matura in der Tasche hat soll mehrere Sprachen beherrschen, im technisch-informatischen Bereich über die nötigen Kenntnisse verfügen, und gewisse Wertvorstellungen ebenso haben wie eine bestimmte Allgemeinbildung“, betonte der Landeshauptmann.Bedauerlicherweise habe der Staat sein ursprüngliches Ziel - die Vereinfachung der vielen verschiedenen Schultypen - wieder verwässert. Die staatliche Reform der Oberstufe beruhe zwar weiterhin auf den drei Säulen Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsbildung, “aber es wurden wieder eine ganze Menge von Unterkategorien eingeführt", so Durnwalder. Den staatlichen Rahmen müsse man auch in Südtirol gesetzlich übernehmen, man wolle aber versuchen, mit Durchführungsverordnungen autonom Einschränkungen vorzunehmen.Selbst festlegen will die Landesregierung auch den Übergang von berufsbildenden zu maturaführenden Schulen. "Wenn jemand nach drei oder vier Jahren an einer Berufsschule einen Berufstitel erwirbt, sollte er eine Aufnahmeprüfung in die vierte oder fünfte Klasse einer Oberschule ablegen, damit ihm dann auch der Weg zur Matura offen steht", so Durnwalder, der von Automatismen beim Wechsel absehen möchte.Auch in Sachen Rechtspersönlichkeit der Schulen seien noch einige Fragen zu klären. "Die Schulen verfügen über didaktische Autonomie, organisatorisch sollten sie aber nicht völlig frei handeln können", so der Landeshauptmann.Als Beispiel nannte er den Abschluss von Verträgen mit Telefongesellschaften oder für die informatische Betreuung. "Hier soll es schulübergreifende, landesweite Richtlinien geben", so Durnwalder.Die Überprüfung des Reform-Gesetzentwurfs sei, so der Landeshauptmann, sehr weit gediehen. "Ich gehe davon aus, dass wir den Entwurf in einer der nächsten zwei Sitzungen verabschieden können", so Durnwalder heute.