Bürgermeister Renzo Caramaschi sieht das anders.<BR /><BR />Einmal mehr kam es am vergangenen Wochenenden auf dem Bozner Obstmarkt zu einem bedenklichen Vorfall. Bekanntlich gerieten in der Nacht auf Samstag 2 Jugendliche aneinander und es kam zu einer wilden Schlägerei. Obwohl einer der Beteiligten beim Eintreffen der Polizei flüchtete, konnten mittlerweile beide ausfindig gemacht werden. <BR /><BR />Doch neben der Schlägerei ging es auch ansonsten richtig rund am Obstmarkt. „Es war klar, dass es im Sommer wieder zu Exzessen kommen würde“, sagt Elvis Costa, einer der Sprecher des Komitees Lebenswerter Obstmarkt. Für die Anrainer ist die Situation keine einfache, zumal es am Obstmarkt jeden Sommer aufs Neue Freiluftpartys mit reichlich Alkohol und lauter Musik gibt, die zu einer eklatanten Ruhestörung führen. <BR /><BR />„Seit Jahren reden wir schon über das Thema, aber bis die Politik nicht endlich konsequent durchgreift, wird sich auch nichts ändern“, macht ein Anrainer seinem Ärger Luft. Zusätzlich zur Ruhestörung komme es durch die Partys auch immer zu einer großflächigen Verschmutzung der Straßen rund um den Obstmarkt. <BR /><BR />Für die Anrainer und für das Komitee Lebenswerter Obstmarkt ist deshalb klar: Die Verordnung zum Schutz der Nachtruhe muss wieder her. Damit gemeint ist ein generelles Lärm- und Trinkverbot für den gesamten Altstadtbereich von 0 bis 5 Uhr. „Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, dass diese Verordnung etwas bringt und die Situation am Obstmarkt entschärft“, sagt Costa. Daher müsse die Verordnung wieder in Kraft treten, zumindest bis Ende des Sommers. <BR /><BR />Gänzlich anderer Meinung ist Bürgermeister Renzo Caramaschi. „Aktuell ist alles unter Kontrolle und deshalb werde ich keine neue Verordnung erlassen.“ Man müsse die Situation aber im Auge behalten, betont er auf Anfrage. <BR /><BR />Auch laut Fabrizio Piras, dem Kommandanten der Stadtpolizei, ist die Situation unter Kontrolle. „Wir sind den ganzen Sommer über an den Wochenenden mit 2 Streifen fix am Obstmarkt“, erklärt Piras. Nur deshalb habe man auch bei der Schlägerei in der Nacht auf Samstag so schnell eingreifen können. Eine neue Verordnung zum Schutz der Nachtruhe ist auch für Piras zurzeit nicht notwendig. Wichtig sei es, dass die Stadtpolizei weiterhin konsequent am Obstmarkt präsent ist und kontrolliert.