Donnerstag, 18. Juni 2020

International und national: Zugverkehr nimmt wieder Fahrt auf

Nach der Grenzöffnung zu Italien fahren ÖBB-Züge jetzt wieder nach Italien, auch der Zugverkehr nach Slowenien wird wieder aufgenommen. Auch die Züge innerhalb Italiens, unter anderem von Bozen aus, nehmen allmählich den Normalbetrieb wieder auf. Allerdings gibt es dabei eine Reihe von Einschränkungen zu beachten.

ÖBB-Züge fahren wieder nach Italien, allerdings gibt es dabei einige Einschränkungen.
ÖBB-Züge fahren wieder nach Italien, allerdings gibt es dabei einige Einschränkungen. - Foto: © APA (Archiv) / ROBERT JAEGER
So müssen Passagiere für die Fahrt von Italien nach Kärnten Sitzplätze reservieren. Seit Dienstag sind die Regionalzüge zwischen Villach und Udine und an Wochenenden nach und von Triest wieder unterwegs. Ebenso die Frecciarossa-Züge starten seit Dienstag nach 3-monatigem Stillstand von Bozen aus wieder nach Rom, Ancona, Venedig, Neapel und Mailand sowie nach Österreich und Deutschland.



Ab 20. Juni verkehrt die S-Bahn zwischen Lienz und Innichen mit ihrem planmäßigen Stundentakt. Die Züge enden und beginnen jedoch in Innichen und werden noch nicht bis Franzensfeste durchgeführt. Das soll ab 4. Juli erfolgen.

Noch nicht in Verkehr gesetzt werden die Fahrradzüge zwischen Lienz und Innichen. Es werden jedoch täglich bei zumindest 10 S-Bahnzügen verstärkte Kapazitäten für den Fahrradtransport von Lienz nach Innichen angeboten.



SVP-Landtagsabgeordneter HelmutTauber zeigt sich erleichtert: „Als Tourismusland ist es für Südtirol wichtig, bequem und schnell erreichbar zu sein. Langstreckenverbindungen sind für Südtirol dabei besonders wertvoll, denn sie fügen sich optimal in eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes ein.“ Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider ist erfreut, dass es in Gesprächen mit den Spitzen von Trenitalia und RFI gelungen ist, einen weiteren Ausbau dieser Verbindungen zu erreichen.

So gibt es nun auch Direktverbindungen zwischen Bozen und Ancona und zwischen Bozen und Venedig. Alfreider und Tauber betonen die Bedeutung dieser Anbindungen: „Besonders in Corona-Zeiten ist die umweltfreundliche Erreichbarkeit von Süden und von Norden für Südtirol wichtig. Viele Gäste und Einheimische neigen wahrscheinlich dazu aus Sicherheitsgründen in diesem Jahr das Auto zu bevorzugen, daher gilt es umso mehr, bequeme Zugverbindungen als nachhaltige Alternative zum Auto auszubauen und so auch für die Zukunft attraktiver zu machen.“

Sitzplatzkapazität um Hälfte reduziert

Ab dem 22. Juni wird auch die Railjet-Verbindung nach Venedig wieder zweimal täglich geführt. Ab diesem Tag wird auch der Nah- und Fernverkehr über Jesenice von und nach Slowenien und die dahinter gelegenen Länder aufgenommen. Auch der Nahverkehr über Prevalje fährt ab diesem Tag wieder.

In den Zügen gilt Maskenpflicht, auf der Strecke in Italien müssen eigens definierte und gekennzeichnete Türen für Ein- und Aussteiger benützt werden. Aufgrund der Abstandsregelung ist die Sitzplatzkapazität um die Hälfte reduziert. Die Züge werden täglich desinfiziert, Reservierungen vor Fahrtantritt sind verpflichtend. Ausgenommen davon ist die Verbindung Villach-Tarvis.


apa/stol