Im Bildungsbereich kann das Lohnplus damit im August ausbezahlt werden. Lehrer an Grund-, Mittel- und Oberschulen müssen wohl bis Oktober warten.<BR /><BR />Südtirols Gewerkschaften murren ob der „biblischen Zeiten“ der Landesverwaltung. Der Vertrag für reale Lohnerhöhung von 400 Euro brutto pro Kopf für Lehrkräfte an den Musik- und Berufsschulen sowie im Kindergarten wurde im April vorunterzeichnet. Seither habe man nichts mehr gehört.<BR /><BR />„Die Nachfrage kommt zur rechten Zeit. Wir gehen davon aus, dass der Vertrag diese Woche vom Rechnungshof gutgeheißen wird“, sagt Landesrätin Magdalena Amhof. Dasselbe gelte für die Verträge, mit denen 267 Forstbeamte und rund 150 Berufsfeuerwehrleute zu mehr Lohn kommen. Mit im Paket ist auch ein Teilvertrag für die Auftragsprämien im Gesundheitswesen.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1343733_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Für die Mitarbeiter an den Landesschulen und im Kindergarten bedeutet dies laut Amhof, dass ihr Lohnplus mit August ausbezahlt werden kann – und zwar rückwirkend zum 1. Jänner 2026. „Bei Feuerwehr und Forstdienst werden neue Zulagen eingeführt und das Besoldungssystem anders aufgestellt, sodass wir es mit der Auszahlung wahrscheinlich nicht im August schaffen“, so Amhof. Es werde wohl September werden.<h3> Staatslehrer müssen bis Oktober warten</h3>Wahrscheinlich bis Oktober müssen die Staatslehrer an Grund-, Mittel- und Oberschulen auf ihr Gehaltsplus von im Schnitt 5.300 Euro brutto im Jahr warten. „Wir haben den Vertrag zwar gerade mit positiver Bewertung vom Ministerium in Rom zurückbekommen“, so Amhof. Jetzt stehe noch der Rechnungshof an. „Doch dort sind im August Gerichtsferien, weshalb wir den Vertrag erst im September weiterleiten können.“ <BR /><BR />Dass die Verzögerung zwischen Landes- und Staatslehrern die Proteste an den Schulen neu entfachen könnte, befürchtet Amhof nicht. „Wir haben jetzt wirklich Wort gehalten und alle Zusagen eingelöst.“ Außerdem werde auch bei den Staatslehrern rückwirkend ab 1. Jänner 2026 ausbezahlt.<BR /><BR />Derweil tritt man beim bereichsübergreifenden Vertrag für den öffentlichen Dienst (BÜKV) auf der Stelle. Seit Monaten wird um eine Art Automatismus gerungen, der öffentlich Bediensteten schneller Inflationsanpassungen bringen soll. Dazu will das Land Vorschüsse auszahlen. „Allerdings nützt es nichts, dass wir die besten Modelle ausarbeiten, wenn dann zu wenig Geld im Topf ist“, sagt Gewerkschafterin Ulli Bauhofer. Ende des Monats soll es deshalb zu einem Treffen mit Landeshauptmann Kompatscher und Amhof kommen.