Im November 2025 hat der Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss für den Bau öffentlicher Toiletten einstimmig genehmigt. Seit Mai ist auf den Talferwiesen bei der St.-Anton-Bar eine von der Gemeinde neu gebaute Toilette in Betrieb, die öffentlich zugänglich ist, aber dennoch keine öffentliche Toilette ist, wie Stadtrat Claudio Della Ratta, zuständig für das Vermögen, erklärt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1367571_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Die Gemeinde hat in einem Rechtsstreit um die Bar eine Vereinbarung mit dem Pächter getroffen. Er kann das der Gemeinde gehörende Lokal bis zum 31. Dezember 2027 betreiben; die neue Toilette wird bis dahin vom Pächter betrieben“, erklärte Claudio Della Ratta gegenüber Südtirol Online auf eine entsprechende Anfrage im Gemeinderat von Rudi Benedikter (Grüne). Bis Ende des kommenden Jahres sei die Nutzung der Toilette also an die Bar gebunden.<BR /><BR />Beim Bau der sanitären Anlage sei es der Plan der Gemeinde gewesen, sie zur öffentlichen Toilette zu machen. „Das ist aber nicht möglich, solange die Bar ihren Betrieb fortsetzt.“ Das bedeute, dass die Nutzung der Toilette derzeit nur während der Öffnungszeiten möglich des Lokals sei.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1367574_image" /></div> <BR /><BR />In der neuen Toilette, ausgewiesen für Frauen und Männer, gibt es einen kleinen Vorraum mit Urinal und Waschbecken sowie einen abschließbaren Raum mit WC und Waschbecken. Für die Nutzung werden 1,20 Euro verlangt. „Das ist der Preis, den wir als Gemeinde als Vergütung für den Barbetreiber für die angebotene Dienstleistung festgelegt haben“, erklärte Della Ratta. Eine Toilette für Menschen mit Behinderung ist nicht ausgewiesen, wobei das eingeschossige Gebäude über eine Rampe verfügt. <BR /><BR />Um nach dem Auslaufen der Konzession der derzeitigen Pächter im Jahr 2028 zeitnah dort eine öffentliche Toilette anbieten zu können, werde die Gemeinde schon Anfang 2027 eine Markterhebung zur Interessensbekundung für einen öffentlichen Toilettendienst mit einer dazugehörigen Bar starten, so der Stadtrat. <BR /><BR />„Anschließend wird die Gemeinde dazu eine Ausschreibung für diese Dienstleistung durchführen, an der auch die derzeitigen Pächter teilnehmen können. Die Hauptleistung wird der Betrieb der öffentlichen Toilette sein, verbunden mit der Möglichkeit, eine Bar zu betreiben, für die Mindestöffnungszeiten festgelegt werden“, erklärte der Stadtrat. In der Ausschreibung werde die Gemeinde auch festlegen, an welchen Tagen die sanitären Anlagen auf jeden Fall verfügbar sein müssen, etwa während der Faschingszeit.