138.833 haben es aktiviert, über 3.130 aber bislang nicht genutzt. Von 35.000 Nutzern steigen fast 60 Prozent weniger als einmal oder höchstens zweimal im Monat in Bus oder Zug. Für STA-Chef Joachim Dejaco bestätigt dies die Linie des Landes, gegen Gratis-Öffis für alle zu sein: „Was gratis ist, wird deswegen nicht immer genutzt.“<BR /><BR />Was nichts kostet, ist nichts wert, heißt es im Volksmund. Und dieser scheint sich zu bewahrheiten, wenn man die Antwort von Landesrat Daniel Alfreider auf eine Anfrage von Maria Elisabeth Reider anschaut. Sie wollte wissen, wie es um die Nutzung des Jahres-Abos für Öffis steht, um das 45.000 Mitarbeiter von Land, Gemeinden, Bezirksgemeinschaften bis hin zum Schulwesen kostenlos ansuchen konnten.<BR /><BR />Tatsächlich aktiviert wurden von November 20225 bis Juli 2026 genau 38.833 Pässe. Im selben Zeitraum wurden von diesen allerdings 3.130 Pässe – immerhin acht Prozent – bislang gar nicht einmal aktiviert.<BR /><BR />Doch auch bei den übrigen Nutzern gibt es noch viel Luft nach oben. Stolze 19,2 Prozent benutzen den Pass weniger als einmal im Monat. Der Löwenanteil, nämlich 39,2 Prozent, nutzt ihn nur ein- bis zweimal im Monat. Unterm Strich steigen damit 58,6 Prozent kaum in Bus oder Zug ein, obwohl die Fahrt sie nichts kosten würde.<BR /><BR />Wie schaut es mit den restlichen Nutzern aus? 26,3 Prozent verwenden das Gratis-Abo drei- bis neunmal im Monat. Relativ bescheiden fällt mit 15,1 Prozent der Anteil jener aus, die es mehr als zehnmal im Monat nutzen – und damit wohl Pendler sind.<BR /><BR />„Wer vorher nie Bus fuhr, steigt nicht von einem Tag auf den anderen um. Die Aktion ist langfristig zu sehen“, sagt STA-Chef Dejaco. Wer selbst wenig fahre, profitiere aber als Familie: Das Abo U19 ist dann für die Kinder gratis. Allemal seien die mageren Nutzerzahlen bei den öffentlichen Mitarbeitern eine Antwort auf jene, die Gratis-Öffis fordern: „Was nichts kostet, wird nicht immer benutzt“, so Dejaco. Der Großteil der Nutzer unter der Beamtenschaft, nämlich 29.474, besaß vorher übrigens bereits einen Südtirol-Pass.<BR /><BR />Um es abzurunden, sei gesagt, dass 14.731 Südtiroler Privatpersonen 18.436 Jahres-Abos Fix 365 um 250 Euro aus eigener Tasche angekauft haben. Nach wie vor mau ist indes trotz Abschreibemöglichkeit das Interesse der Betriebe. 16 Firmen haben 824 Abos für ihre Mitarbeiter erstanden. „Viele Unternehmen erstatten ihren Mitarbeitenden jedoch die Ausgaben für das Abo als Welfare-Leistung, worüber wir keine Zahlen haben“, so Landesrat Alfreider in seiner Antwort.