Sonntag, 17. Dezember 2017

Öffentlichkeitsfahndung nach G20-Gewalttätern

Gut fünf Monate nach rund um den G20-Gipfel in Hamburg wollen Polizei und Staatsanwaltschaft mit einer Öffentlichkeitsfahndung beginnen. Es sollen Fotos und Videosequenzen veröffentlicht werden, auf denen mutmaßliche Gewalttäter zu erkennen sind.

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Ein Vertreter der Hamburger Staatsanwaltschaft will das Vorgehen am Montag im Polizeipräsidium erläutern.

Die Polizei schätzt, dass vom 6. bis zum 8. Juli 5000 bis 6000 Täter aktiv waren. Die Soko „Schwarzer Block“ führe 3000 Ermittlungsverfahren, hatte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer Anfang Dezember gesagt.

Der Polizei liegen riesige Datenmengen im Umfang von mehr als zehn Terabyte vor.

Neben eigenen polizeilichen Aufnahmen werteten die Beamten Überwachungskameras von Bussen, Bahnen und Bahnhöfen aus. Außerdem hätten zahlreiche Bürger Tausende Dateien auf ein Hinweis-Portal hochgeladen. Bei der Auswertung sollen Geodaten und eine Gesichtserkennungssoftware helfen.

Die für die Öffentlichkeit zugänglichen Aufnahmen seien nach fünf Tatkomplexen geordnet worden, beispielsweise nach Plünderungen oder dem Tatort Elbchaussee, sagte Polizeisprecher Timo Zill.

dpa

stol