Sonntag, 03. Mai 2020

Öffi-Dienste werden hochgefahren: Strenge Schutzmaßnahmen

Ab 4. Mai fahren die Busse laut Werktagsfahrplan. „Wir wollen Südtirol wieder mobil machen. Drei Dinge sind wichtig: Eigenverantwortung und der Schutz der Fahrgäste und Mitarbeiter“, so Landesrat Daniel Alfreider.

Im Bus darf man künftig nur auf den ausgewiesenen Plätzen sitzen und muss Mund-Nasen-Schutz tragen.
Badge Local
Im Bus darf man künftig nur auf den ausgewiesenen Plätzen sitzen und muss Mund-Nasen-Schutz tragen. - Foto: © Ivo Corrà/LPA
Mit der Lockerung einiger Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus fährt das Land die bisher auf ein Drittel eingeschränkten Fahrten der öffentlichen Verkehrsmittel wieder hoch. Busse verkehren ab 4. Mai großteils laut Werktagsfahrplan ohne Schülertransport und können aufgrund der Schutzmaßnahmen weniger als die Hälfte der üblichen Fahrgäste transportieren.

Südtirol wird wieder mobil – Fokus auf Gesundheitsschutz

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider betont: „Wir machen Südtirol wieder mobil. Es ist mir dabei ein Herzensanliegen, dass wir die Fahrgäste, aber auch die Mitarbeiter der Dienste bestmöglich vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schützen, und dass somit alle auf den öffentlichen Verkehrsmitteln, wie gewohnt pünktlich und sicher, aber auch gesund unterwegs sind.“ Der Landesrat appelliert an die Eigenverantwortung aller, die unterwegs sind. „Aufeinander Rücksicht nehmen ist wichtiger denn je, denn nur dann kann der Neustart Schritt für Schritt gelingen“, betont Alfreider. Sämtliche Sicherheitsvorschriften seien von allen einzuhalten, so der Landesrat.

Nur Fahrgäste, die Vorsichtsmaßnahmen einhalten, werden transportiert

Wer die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, muss, laut Vorgaben des Transportministeriums, einige Dinge beachten: Jeder Fahrgast muss Mund und Nase mit einem geeigneten Schutz, den er selbst mitbringt, bedecken. Benützen darf man in den Fahrzeugen nur die eigens ausgewiesenen Plätze, damit Abstände zum Ansteckungsschutz eingehalten werden. In den Verkehrsmitteln und auch beim Einsteigen und Warten sollte jeder einen Minimalabstand zu anderen einhalten.

Tickets können nicht in den Fahrzeugen gelöst werden, sondern müssen vorab gekauft werden. „Wer den Südtirolpass noch nicht hat, sollte ihn anfordern, dann damit ist das Entwerten einfach und sicher“, sagt Alfreider.

Stoßzeiten meiden und wenn möglich das Rad nehmen

Auch Uhrzeiten, in denen die Öffis besonders frequentiert sind, sollte man nach Möglichkeit umgehen und grundsätzlich mehr Zeit einplanen. Durch eine verminderte Anzahl an erlaubten Fahrgästen werden manche Male nicht alle Fahrgäste transportiert werden können. „Deswegen analysieren wir die Situation ständig, um Dienste, auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Konzessionären, flexibel und schnell zu potenzieren“, so Alfreider.

„Weiterhin haben Menschen Vorrang, die zur Arbeit müssen und auf Fahrten, die nicht dringend sind, sollte verzichtet werden“, sagt Alfreider. Wo immer möglich, besonders in den Städten, sei das Fahrrad künftig das Mobilitätsmittel der Wahl, so der Landesrat.

Zuerst mehr Bus-, dann auch mehr Bahnfahrten

Vorerst werden die Stadtbusse und mit einigen wenigen Ausnahmen auch die Überlandbusse in ganz Südtirol sowie die Rittner Seilbahn wieder laut Werktagsfahrplan fahren. Auch die Potenzierung der Bahndienste in Südtirol ist in Vorbereitung.

Die italienische Eisenbahngesellschaft Trenitalia hat mitgeteilt, dass sie ab dem 4. Mai wieder 60 Prozent der Kapazität des normalen Diensts anbieten wird und ab den 18. Mai dann wieder fast den gesamten Normalbetrieb wie vor dem Notstand.

Alle Artikel sowie die Übersichtskarten der Lage in Südtirol, in Italien und weltweit mit allen aktuellen Zahlen in Sachen Coronavirus finden Sie hier.

stol/lpa

Schlagwörter: