Donnerstag, 21. Mai 2015

Ölteppich verschmutzt Küstenstreifen in Kalifornien

Ein Leck an einer Pipeline hat vor der Küste von Santa Barbara im US-Bundesstaat Kalifornien eine Ölpest verursacht. Durch einen Bruch der Leitung sei Öl vor dem Strand Refugio State Beach ins Meer gelangt, erste Maßnahmen zur Säuberung von Wasser und Strand seien angelaufen, informierte die US-Küstenwache.

Viel Handarbeit ist nötig, um den kalifornischen Küstenstreifen vom ausgelaufenen Öl zu befreien.
Viel Handarbeit ist nötig, um den kalifornischen Küstenstreifen vom ausgelaufenen Öl zu befreien. - Foto: © APA/EPA

Ein Sprecher des Betreibers Plains All American Pipeline sagte, das Unternehmen habe am Dienstagmorgen von dem Bruch der an einer Küstenstraße entlanglaufenden Pipeline erfahren. Nach ersten Informationen sei das ausgelaufene Öl in einen Kanal und von dort aus in den Pazifik geflossen, sagte er.

Die Leitung sei inzwischen abgeschaltet und der Kanal gesperrt worden. Unklar sei aber noch, wieviel Öl insgesamt ausgelaufen sei.

Örtlichen Medien zufolge gelangten etwa 80.000 Liter Erdöl in den Ozean. Der Ölteppich sei mehr als sechs Kilometer lang, teilte die Küstenwache über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Unterstützt von Feuerwehrleuten, der Umweltschutzorganisation California Fish and Wildlife, dem örtlichen Katastrophenschutz und mehreren freiwilligen Helfern begann die Küstenwache, den Ölteppich einzudämmen und den verseuchten Strand von dem schwarzen Schlick zu befreien.

Morgan Miller, einer der Helfer, ärgerte sich unterdessen über die Beteuerungen von Betreiber und Behörden, dass die Lage unter Kontrolle sei. Er schätzte, dass es Monate dauern werde, bevor der Strand wieder nutzbar ist. Um ihn zu säubern, brauche es „sehr viele Helfer“, sagte Miller.

apa/afp

stol