Dienstag, 26. Januar 2021

Österreich: 43 Prozent der Corona-Toten in Alters- und Pflegeheimen

Die meisten Covid-19-Toten in Österreich sind weiterhin in Alters- und Pflegeheimen zu verzeichnen. 43 Prozent aller Menschen, die seit Ausbruch der Pandemie mit dem SARS-CoV-2-Erreger gestorben sind, waren in Heimen untergebracht. Das bestätigte der österreichische Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Am höchsten sei der Anteil in der Steiermark, wo bisher mehr als die Hälfte aller Todesfälle auf Heim-Bewohner entfallen sind.

Noch sind in Österreich nicht alle Pflegeheimbewohner geimpft.
Noch sind in Österreich nicht alle Pflegeheimbewohner geimpft. - Foto: © FRITZPRESS/WALTER FRITZ
Bis 25. Jänner sind in ganz Österreich 7451 Covid-19-Tote verzeichnet worden. Davon sind laut Angaben des Gesundheitsministeriums 3245 in Alters- und Pflegeheimen gestorben. Heimbewohner haben jedoch bisher lediglich 4 Prozent der bisher Infizierten in unserem Nachbarland ausgemacht – 18.082 positiv auf das Coronavirus getestete Menschen lebten bei einer Gesamtzahl von 405.723 Infizierten in Seniorenheimen oder Pflegeeinrichtungen.

Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum bis zum 18. Jänner. Mit Stand 12. November machten Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen in Österreich noch 38 Prozent aus. Besonders Kärnten tritt hier hervor - im November wurde noch kein einziger Todesfall dort verzeichnet. Knapp 11 Wochen später machte der Anteil der Heimbewohner dann bereits 48 Prozent aus. Nur in Wien ging der Anteil der Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen zurück - von 43 auf 39 Prozent.

Im Bundesländervergleich gibt es mit Abstand die meisten Toten unter Heimbewohnern in der Steiermark. Hier starben seit Beginn der Pandemie bereits 1491 Menschen - 814 davon (55 Prozent) lebten in Alters- oder Pflegeheimen. Den vergleichsweise niedrigsten Wert verzeichnet mit 38 Prozent das Bundesland Tirol. Dort starben bis 18. Jänner 518 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Erreger. Auf die Heimbewohner entfielen 199 Covid-19-Tote.



apa/stol