Freitag, 29. Januar 2021

Österreich: Entscheidung über Lockdown am Montag

Am kommenden Montag fällt die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung des Lockdowns oder allfällige Lockerungen ab dem 8. Februar in Österreich.

Die österreichische Regierung berät noch mit Landeshauptleuten und Opposition.
Die österreichische Regierung berät noch mit Landeshauptleuten und Opposition. - Foto: © HELMUT FOHRINGER
Um 13 Uhr sollen am Montag Vertreter der österreichischen Bundesregierung, die Landeshauptleute und Corona-Experten beraten, wie es ab 8. Februar weitergeht. Dieses Datum war Mitte Jänner bei der Verlängerung des aktuellen Lockdowns als das früheste genannt worden, ab dem Handel, Friseurläden und Museen, aber auch der Präsenzunterricht an den Schulen wieder losstarten könnten.

Aus den Ländern kommt jedenfalls der Wunsch nach gewissen Öffnungsschritten. Der Landeshauptmann des Bundeslandes Tirol Günther Platter hatte sich erst diese Woche für eine Diskussion über das Aufsperren von Handel und Schulen ausgesprochen, auch vor dem Hintergrund, dass die Stimmung in der Bevölkerung „kippt“.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig tendierte zuletzt ebenfalls in Richtung vorsichtiges Aufsperren mit konkreten Regelungen, „insbesondere für Kindergärten und Schulen, aber auch für Teile des Handels“.

Der burgenländische Landesrat Leonhard Schneemann, der am Montag als Vertretung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an der Sitzung im Bundeskanzleramt teilnimmt, sprach sich im Vorfeld auch für eine rasche Öffnung der Schulen und des Handels aus, und: „Nicht nur das, ich werde auch für eine sichere und stufenweise Öffnung der Beherbergungsbetriebe plädieren“, sobald die Infizierten-Zahlen eine stufenweise Lockerung zulassen, erklärte Schneemann gegenüber der APA.

Im Kanzleramt wollte man sich am Freitag auf APA-Anfrage noch nicht festlegen, wohin die Reise geht.

Jedenfalls will die österreichische Regierung am Montag auch noch mit den Oppositionschefs reden - per Video, ein konkreter Termin stand noch nicht fest. NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger forderte am Freitag gegenüber der APA, „alle Zahlen müssen endlich auf den Tisch“. Sie erwarte eine konkrete Prognoserechnung zur weiteren Entwicklung, außerdem müsse ein Plan vorgelegt werden, in welchen Bereichen Öffnungsschritte möglich seien. Zudem poche man auf einen aktualisierten Impfplan.

apa/stol