Mittwoch, 16. September 2015

Österreich: Grenzkontrollen verliefen vorerst ruhig

Die Kontrollen an der österreichisch-ungarischen Grenze, die Mittwochfrüh begonnen haben, sind vorerst ruhig verlaufen.

Foto: © APA

Polizeisprecher Helmut Marban zog gegenüber der APA ein positives Resümee über den Vormittag. Es seien weder weitere Flüchtlinge angekommen, noch Schlepper aufgegriffen worden. Auch die Reisenden hätten sich diszipliniert gezeigt.  

„Sie laufen natürlich ununterbrochen“, stellte Marban klar, dass es nur kurze Pausen bei den Grenzkontrollen an zehn Übergängen im Burgenland gegeben habe.

Schlepper abschrecken

Die Polizei sieht ihren Auftrag, mögliche Flüchtlingsströme zu koordinieren und Schlepper abzuschrecken, als erfüllt an. Auch bei den Reisenden hätte sich kein Unmut geregt.

Lediglich kurze Rückstaus von etwa zwei Kilometern und Wartezeiten von rund 20 Minuten seien die Folge der Grenzkontrollen gewesen.  Die Polizei geht davon aus, dass die Situation an der burgenländischen Grenze zu Ungarn auch in den kommenden Tagen ähnlich ruhig verlaufen werde.

Insgesamt 180 Beamte seien am Mittwoch an den zehn Übergängen im Einsatz gewesen, 80 davon aus dem Burgenland, der Rest wurde aus anderen Bundesländern hinzugezogen.

Ob auch Bundesheer-Soldaten am Mittwoch an den Grenzübergängen assistieren werden, konnte man bei der Polizei noch nicht sagen. Etwa 100 davon seien jedenfalls am selben Tag in Eisenstadt für einen solchen Einsatz geschult worden.

apa

stol