Mittwoch, 12. August 2020

Österreich und Deutschland melden hohe Zahlen bei Neuinfizierten

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Österreich am Mittwoch den höchsten Wert seit Mitte April aufgewiesen. 194 Fälle kamen innerhalb von 24 Stunden (Stand 9.30 Uhr) hinzu. Auch in Deutschland meldeten die Behörden einen Anstieg; innerhalb von 24 Stunden wurden 1226 Neuinfektionen registriert.

In Österreich und Deutschland sind die Zahlen am Mittwoch wieder angestiegen.
In Österreich und Deutschland sind die Zahlen am Mittwoch wieder angestiegen. - Foto: © it.freepik.com/lpa
Etwas weniger als die Hälfte aller Neuinfektionen in Österreich wurden dem Bundesland Wien zugeordnet. Die Stadt Wien begründete das große Plus mit der überdurchschnittlich hohen Zahl von 2760 eingemeldeten Befunden an einem Tag.

Bisher gab es in österreichweit 22.439 positiv Getestete, 20.268 davon waren bis Mittwochvormittag als wieder genesen gemeldet. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden starb eine infizierte Person, womit bisher 724 Covid-19-Tote zu beklagen waren. 118 Personen, ein Patient weniger als am Vortag, befanden sich aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung. Die Zahl der Erkrankten auf Intensivstationen blieb mit 25 unverändert.

Mehr als 1200 Neuinfektionen in Deutschland – Rund ein Drittel aus dem Ausland eingeschleppt

Ein unverhältnismäßig hoher Wert an Neuinfektionen innerhalb eines Tages wurde am Mittwoch auch aus Deutschland vermeldet. 1226 neu positive Tests wurden binnen 24 Stunden ausgewertet. Zuletzt war am 9. Mai ein höherer Wert bekanntgegeben worden. Besonders betroffen sind derzeit die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Politiker reagierten alarmiert und mahnten, die Hygieneregeln einzuhalten – also vor allem Abstand zu halten und Masken zu tragen. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nannte den Trend besorgniserregend. Es gelte sehr wachsam zu sein, vor allem, weil es viele Ausbrüche im ganzen Land gebe, sagte er am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Etwa jede dritte Corona-Neuinfektion ist derzeit auf Reiserückkehrer und andere Einreisende aus dem Ausland zurückzuführen. Mit den Grenzöffnungen sei der Anteil eingetragener Ansteckungen deutlich gestiegen, heißt es im Situationsbericht des Robert Koch-Instituts. In der Meldewoche vom 3. bis 9. August habe er bei 31 Prozent gelegen. Als wahrscheinlicher Infektionsort am häufigsten genannt wurden in den vergangenen vier Wochen Länder des Westbalkans, die Türkei, Bulgarien, Rumänien, Polen und Spanien.

apa/dpa