Dienstag, 03. Juli 2018

Österreicher stirbt bei Lawinenabgang in Pakistan

Ein Österreicher, Christian Huber, ist am Freitag in Pakistan bei einem Lawinenabgang getötet worden. Das Zelt des Mannes im Camp 2 wurde in rund 5.900 Metern Höhe am Berg Ultar Sar im Hunza-Tal von der Lawine erfasst. Seine beiden Bergkameraden, zwei Briten, überlebten.

Das Bild zeigt die waghalsige Bergung des Österreichers von Seiten des pakistanischen Militärs. - Foto: Twitter
Das Bild zeigt die waghalsige Bergung des Österreichers von Seiten des pakistanischen Militärs. - Foto: Twitter

Die Verletzten und die Leiche des Österreichers wurden am Sonntag in einer „waghalsigen Aktion“ von Piloten der pakistanischen Armee geborgen.

Sie wurden in die etwa 600 Kilometer entfernte Hauptstadt Islamabad gebracht. Ein Armeesprecher twitterte ein Foto der Überlebenden mit Soldaten. Am Samstag hatte schlechtes Wetter zunächst die Bergungsaktion per Hubschrauber verhindert.

Die drei Männer hatten ihre Expedition Ende April gestartet. Sie wollten bis zur ersten Juliwoche den Gipfel erreichen, ihr Visum wäre kommende Woche ausgelaufen. Organisiert wurde die Tour von „Higher Ground Expeditions“. Laut Medienberichten befanden sich die beiden Briten beim Unglück in einem Zelt, das nicht von der Lawine erfasst wurde.

Huber lebte schon lange in den USA

Bei Huber handelt es sich laut Informationen des Außenministeriums um einen ungefähr 50 Jahre alten Mann. „Er hat schon ziemlich lange in den USA gewohnt“, sagte Thomas Schnöll, Sprecher des Außenministeriums.

Der Ultar Sar ist der südöstlichste Hauptgipfel des Batura Muztagh, eines Teilbereichs des Karakorum-Gebirges in Zentralasien. Der Norden Pakistans ist mit seinen hohen Bergen und Gletschern ein beliebtes Ziel für ausländische Bergsteiger. Dort stehen einige der höchsten Berge der Welt, beispielsweise der berühmte K2 und auch der Nanga Parbat.
 

apa

stol