Dienstag, 16. Februar 2021

Österreichische Blockade am Brenner: Militär kommt zur Hilfe

Die heikle Abfertigung des Autobahnverkehrs aus Italien in Richtung Norden hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Die Entscheidung der österreichischen Behörden, Reisenden ohne einen maximal 48 Stunden alten negativen Corona-Schnelltest die Durchfahrt in Richtung Deutschland zu verweigern, hat die aktuelle Situation zusätzlich verschärft.

Auch das Militär wurde zu Hilfe gerufen.
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Auch das Militär wurde zu Hilfe gerufen. - Foto: © A22
Zur Unterstützung des Südtiroler Sanitätsbetriebes haben heute Morgen die Alpini des italienischen Heeres eine zweite Teststation im „Top Stop“ des Autohofs Sadobre unweit der Mautstelle Sterzing eingerichtet.
Die Teststation im Autohof Sadobre ist Teil der Operation Igea, bei der auf dem gesamtstaatlichen Gebiet Drive-in-Teststationen (DTD – Drive through-Difesa) eingerichtet werden.

Diese Stützpunkte werden vom Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium zur Verfügung gestellt. Die heute Morgen einberufenen Mitarbeiter – Ärzte und Pfleger – gehören dem fünften Alpenregiment an, das in Sterzing stationiert ist.
Trotz der Bemühungen ist der Handelsverkehr aus Italien noch immer drastisch eingeschränkt.

Damit die Lkw-Fahrer in der Nähe der Brennergrenze bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt nicht in lange und gefährliche Staus geraten, wird an der Mautstelle Verona Nord weiterhin der Verkehr gefiltert: alle Fahrzeuge, die in Richtung Norden unterwegs sind, müssen dort ausfahren.

Wer ins Ausland fahren will, darf nur mit einem negativen Coronatest weiterreisen. Ähnliche Kontrollen werden auch an den Autobahneinfahrten nördlich von Verona durchgeführt.

Wer nach Österreich oder Deutschland unterwegs ist, wird gebeten, sich vor Reiseantritt die notwendigen Dokumente zu besorgen. Dabei gilt es zu beachten, dass diese im Ausland nur dann gültig sind, wenn sie auch in deutscher, englischer oder italienischer Sprache ausgestellt werden.

stol