Donnerstag, 02. Juli 2020

Österreichs Polizei wieder pferdelos

Seit Donnerstag ist die österreichische Polizei wieder pferdelos. 9 Tiere und sonstige Wirtschaftsgüter sind am Donnerstag im niederösterreichischen Heldenberg (Bezirk Hollabrunn) an die serbische Polizeireiterstaffel übergeben worden. Damit ist das Projekt „Berittene Polizei“, das im Jahr 2018 vom damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) gestartet wurde, zu einem Ende gekommen.

Die berittene Polizei ist Geschichte.
Die berittene Polizei ist Geschichte. - Foto: © HANS KLAUS TECHT
Nachdem im November 2019 Innenminister Wolfgang Peschorn das Projekt per Weisung gestoppt hatte, wurden 9 der ursprünglich 12 Tiere zum Verkauf ausgeschrieben. Im Bieterverfahren stellte Serbien das beste Angebot. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, nur soviel: „Die Kosten für die Pferde haben wir in etwa wieder hereinbekommen“, hieß es auf APA-Anfrage. Die serbische Polizeireiterstaffel setzte sich mit ihrem Angebot unter anderem gegen Konkurrenten aus Deutschland und den Niederlanden durch.

3 Pferde waren zuletzt nicht mehr in Österreich. 2 waren Geschenke Ungarns, diese wurden zurückgegeben. Der Kauf des zwölften Pferdes wurde mit der deutschen Verkäuferin rückabgewickelt.

Die 9 Polizeipferde waren zuletzt in der Trainingsstätte der Spanischen Hofreitschule am Heldenberg untergebracht und betreut worden. In Zukunft sind sie Teil der serbischen Polizeireiterstaffel, die mehr als 30 Pferde in Verwendung hat. Ihre Ausbildung der Pferde erfolgt ausschließlich im Rahmen des Dienstbetriebes durch Angehörige der polizeilichen Reiterstaffel und besteht primär aus Gewohnheitstraining im Bereich Pyrotechnik, Menschenmassen und ungewöhnliche Geräusche.

Die berittenen Polizisten werden für Streifen, aber auch bei Großveranstaltungen, etwa bei Fußballspielen eingesetzt - grundsätzlich in Zweierstreifen in ganz Serbien.

apa

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