Freitag, 15. Juni 2018

Offene Gruppen in Kindergärten: Talente stärken

Seit 2008 sieht ein Landesgesetz neue Rahmenrichtlinien für den Kindergarten vor; die Öffnung der Gruppen hat sich daraus ergeben und ist in ständiger Entwicklung. Jetzt ist die Öffnung überall Realität. „Öffnung bedeutet räumliche Öffnung, in erster Linie geht es aber um eine verstärkte Öffnung gegenüber den Bedürfnissen der Kinder“, sagt die Inspektorin für den deutschsprachigen Kindergarten, Christa Messner.

Seit 2008 sieht ein Landesgesetz neue Rahmenrichtlinien für den Kindergarten vor.
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Seit 2008 sieht ein Landesgesetz neue Rahmenrichtlinien für den Kindergarten vor. - Foto: © LPA

Viele Bedenken habe es gegenüber dieser Öffnung gegeben, räumt die Inspektorin ein. Allerdings habe sich gezeigt, dass die traditionelle Methode nicht mehr den heutigen Lebensumständen eines Kindes entspreche. „Es geht nicht mehr, 25 Kinder von 7.30 bis 14.30 Uhr in einem Raum zu begleiten“, sagt Messner. Die Öffnung bedeute eine stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder und eine Förderung ihrer Talente. „Ein Kind entscheidet sich für Bewegung, für Bauen oder für gestalterisches Arbeiten, es wählt das Vorlesen und Bücheranschauen in einer kleinen Gruppe, oder es möchte gleich in der Früh in den Garten“, sagt Messner.

Die Vorgaben des Landes seien nur die Rahmenrichtlinien; inhaltlich sei die Entscheidung den Kindergärten überlassen.

„Es liegt natürlich nicht im Naturell eines neuen Kindes, sofort selber aktiv zu werden oder sich gar für eine Tätigkeit zu entscheiden. Auf das Einleben im Kindergarten wird große Bedeutung gelegt. Mit den Familien werden die Startzeiten, die Verweildauer und die Unterstützung durch ein Familienmitglied vereinbart. In erster Linie geht es am Anfang ums Einleben, Kennenlernen des Alltags und erstes Eingehen und Aufbauen von Beziehungen“, erklärt Messner.

D/uli

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol