Montag, 08. Februar 2021

Offene Kindergärten, besorgtes Kindergartenpersonal

Der Kindergarten ist in Zeiten der Pandemie eine Herausforderung – nicht nur für die Kinder und Eltern , sondern auch für das Personal. Vor allem, da es widersprüchliche Regelungen gibt, erklärt Ulli Bauhofer von der Fachgewerkschaft im AGB/CGIL.

Die offenen Kindergärten sind für die Gewerkschaft AGB/CGIL nicht verständlich.
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Die offenen Kindergärten sind für die Gewerkschaft AGB/CGIL nicht verständlich. - Foto: © shutterstock
Die letzte Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmannes sieht vor, dass die Kindergärten normal geöffnet bleiben, nur während der Faschingswoche bleiben sie geschlossen.

Die Grundschulen sind bis Mittwoch offen, Mittel- und Oberschulen gleich ab Montag schon im Fernunterricht.

Unverständlich seien vor allem die Regelungen aus der Sicht des pädagogischen Fachpersonals der Kindergärten: Seit Kurzem ist das Tragen der FFP2- Masken für das Personal nicht nur in den Kindergartenräumlichkeiten Pflicht, sondern auch während der pädagogischen Arbeit im Garten.

Begründung: In den Kindergärten sind die Ansteckungen unter dem Personal weitaus höher als in anderen Bildungseinrichtungen.

Trotzdem bleibt der Kindergarten offen.

„Das Personal ist verunsichert: Auf der einen Seite strengere Auflagen als anderswo, auf der anderen bleibt der Kindergarten in Betrieb und feiert Fasching“, schreibt Bauhofer von der Fachgewerkschaft Öffentlicher Dienst im AGB/CGIL in eines Aussendung.

Sie fordert seitens der Politik mehr Kohärenz und Rücksichtnahme auf die Situation des Personals und der Kinder in einer Einrichtung, wo Abstände nicht eingehalten werden können und Kinder keinen Schutz tragen.

„Wenn der Kindergarten als besonders gefährdet eingestuft wird, warum bleibt er regulär offen?“, fragt sich Bauhofer.

„Soll das Infektionsgeschehen auch in den Kindergärten eingedämmt werden, dann sollen kurzfristig auch sie wie die restlichen Bildungseinrichtungen grad zu Karnevalszeiten schließen, langfristig aber dem Personal die Möglichkeit regelmäßiger Tests geboten werden und es nicht zuletzt auch bei den Impfungen vordergründig berücksichtigt werden“.

stol

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