Freitag, 08. Mai 2020

Besonders schwierige Situation für Süchtige

Ausgangsbeschränkungen und Lockdown sorgten bei den allermeisten Personen für geistiges und körperliches Unwohlsein. Aber für jene, die mit einer Sucht zu kämpfen haben, ist es besonders schwer – und teilweise lebensbedrohlich.

Personen mit Abhängigkeitserkrankungen greifen in Corona-Zeiten vermehrt zu Kokain und Alkohol.
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Personen mit Abhängigkeitserkrankungen greifen in Corona-Zeiten vermehrt zu Kokain und Alkohol. - Foto: © shutterstock
Im D.f.A. (Dienst für Abhängigkeitserkrankungen) des Landes Bozen hat Bettina Meraner viele ihrer Mitarbeiter zu Beginn der Krise in den Urlaub geschickt, damit sie sich ausruhen konnten. Sie wusste nämlich, was unmittelbar danach auf sie alle zukommen würde.

Zwar seien einige Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen sozial integriert und kämen gut zurecht in dieser Ausnahmesituation, die sich allerdings „hinauszieht“; dadurch entstehe auch eine „Verunsicherung: Wann wird das endlich aufhören?“, bringt es Meraner auf den Punkt. Ihre Patienten werden dadurch „weniger diszipliniert, sie kriegen wirklich Angst, allein zu sterben“, zeichnet sie eine dramatische Situation.


d/mic

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