Klaus Niederwolfsgruber aus Mittertal und Vinzenz Messner aus Niedertal sind 2 der Freiwilligen, ohne die das jährliche Großereignis im Antholzer Tal wohl nicht möglich wäre. Seit 1994 sind sie dabei und genauso lange sitzen sie am Steuer der Shuttle-Fahrzeuge, die zwischen Antholz Mittertal und dem Biathlonzentrum unterwegs sind. „Wir fahren die VIPs, Sportler, Journalisten und Kameraleute“, erzählen die beiden Antholzer. <BR /><BR />Und hatten deshalb schon so manchen bekannten Fahrgast auf der Rückbank sitzen. Da war in über 30 Jahren mehr als ein Landeshauptmann mit an Bord und so mancher Chart-Stürmer. Ob DJ Ötzi, die Sängerinnen und Sänger von Boney M. und Gipsy Kings oder Antonia – wer den Fans im Biathlonzentrum zwischen den Rennen ordentlich einheizen will, der muss zuerst das Stadion erreichen – und das geht nur über die Shuttle-Fahrer. <BR /><BR />Die steuern dafür oft auch die Flughäfen im näheren und weiteren Umkreis an, um die prominenten Gäste sicher ins Antholzer Tal zu bringen. Und nebenbei wird natürlich politisiert, gefachsimpelt oder sich einfach nur über Gott und die Welt unterhalten. „Das sind alles ganz nette Leute, die froh sind, wenn sie sich auf sichere Fahrer verlassen können“, sagen Niederwolfsgruber und Messner. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1122006_image" /></div> <BR /> Heuer sind es 65 Fahrer, die normalerweise ihrem Beruf nachgehen oder in Pension sind „und in dieser Woche zu Taxifahrern werden“, sagt Martin Rainer, der die Freiwilligen des Bereichs Transports koordiniert. Dass alles wie am Schnürchen läuft, liegt auch daran, dass er sich auf bewährte Kräfte verlassen kann. Man kennt die Abläufe aus den Vorjahren, versteht sich ohne viele Worte. Neben den 30 Shuttle-Kleinfahrzeugen sind in diesen Tagen auch 50 Busse zwischen Olang und Antholz unterwegs. <h3> Eine Woche im Jänner gehört dem Biathlon </h3>Im Einsatz sind die meisten der Helfer bereits Tage vor und noch Tage nach dem Großevent. Die Autos, die der Partner des IBU Biathlon-Weltcups, BMW, zur Verfügung stellt, müssen von den Fahrern nämlich in München abgeholt und wieder dorthin zurückgebracht werden. Deshalb dauert der Arbeitseinsatz deutlich länger als die 4 Renntage. Viele der über 1000 Freiwilligen nehmen sich jedes Jahr Urlaub von ihrer Arbeit, um in Antholz helfen zu dürfen. Klaus Niederwolfsgruber ist mittlerweile in Pension, früher war er im Straßenbau tätig, Vinzenz Messner hat eine Baufirma. Aber die eine Woche im Jänner, die gehört fix dem Biathlon – seit 32 Jahren schon.