<BR /> M.D. selbst hatte die Einvernahme beantragt. Bei der Haftprüfung hatte er es noch vorgezogen, von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch zu machen. <BR /><BR />„Mein Mandant ist gefasst, und zugleich sehr betroffen“, sagte sein Verteidiger Dominik Schöpf nach der Einvernahme. Wie die Version aussieht, die M.D. der Staatsanwältin geliefert hat, sickerte vorerst nicht durch. Jedoch dürften Gerüchte, die zu dem fatalen Vorfall herumschwirren, ausgeräumt worden sein. <BR /><BR />So wurde beispielsweise kolportiert, dass der Schlag, mit dem M.D. Rigger getroffen habe, ein Handkantenschlag gewesen sein könnte, wie er bei einigen Kampfsportarten angewandt wird. „Mein Mandant beherrscht keine Kampfsportart“, betonte Schöpf. Vielmehr habe es sich – wie auch die Aufnahme der Überwachungskamera der Tankstelle zeigen soll – um eine Ohrfeige mit der flachen Hand gehandelt. Zeugen zufolge sei der Tätlichkeit ein Zuruf Riggers an M.D. vorausgegangen.<BR /><BR /> Manfred Rigger war zu Boden gestürzt, ohne sich vorher abstützen zu können. Er schlug mit dem Kopf heftig auf den Asphalt auf. Trotz einer zweiwöchigen Behandlung im Bozner Spital erlag der 67-Jährige letztendlich seinen Verletzungen. Damit änderte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungshypothese ab – von Mordversuch in Körperverletzung mit Todesfolge. An Riggers Leichnam wurde eine Autopsie durchgeführt. Der Abschlussbericht wird in 60 Tagen erwartet.