Cesare Finzi aus Ferrara ist der Cousin von Olimpia Carpi, die im Alter von nur drei Jahren wie viele andere jüdische Bürger nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Italien ins KZ verschleppt und ermordet wurde. im Bild Olimpia Carpi und Cesare FinziFinzis Familie dagegen erhielt 1943 Hilfe von drei außergewöhnlichen Männern. Sie waren keine Juden. Diese waren zu der Zeit bereits in ganz Italien von den Faschisten entrechtet worden und entweder schon in die KZ’s deportiert worden oder auf der Flucht.Drei aufrechte Männer – „uomini veri“, wie sie Prof. Cesare Finzi nennt – halfen nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Herbst 1943 den 13 Verwandten der aus Bozen ins KZ verschleppten und dort ermordeten Familie Renzo, Lucia, Alberto, Germana und Olimpia Carpi. Nach Olimpia Carpi wurde in Bozen ein Park benannt.Sie trugen somit dazu bei, dass die beiden Familien Finzi aus Ferrara und Rimini aus Mantua den Nazi-Terror in Italien überlebten: Ein Bürger von Ravenna, ein faschistischer Gemeindesekretär von Gabicce Mare und ein Schneider aus demselben Ort, der die 13 Flüchtlinge bis zur Befreiung im Herbst 1944 in seinem Heimathaus versteckte.Zur Erinnerung an die von den Nazis ermordete Familie Carpi und weitere deportierte und im KZ umgekommene Bozner jüdische Mitbürger verlegt am Donnerstag verlegt der Künstler Gunter Demnig aus Köln einige „Stolpersteine" vor den Häusern, in denen damals die jüdischen Bozner Bürger gelebt hatten.sch/D_________________________________________Lesen Sie mehr dazu in der Donnerstagsausgabe des Tagblatts „Dolomiten“