Das Treffen wurde in der Landesgeschäftsstelle des Alpenvereins Südtiroler AVS in Bozen ausgetragen. Am Sitzungstag lag ein Schwerpunkt auch auf der Überarbeitung des gemeinsamen Positionspapiers zur Windkraft. Anschließend gab es verschiedene Berichte aus den Gremien und Arbeitsgruppen der Alpenkonvention, an denen der CAA bzw. einzelne Mitgliedsorganisationen (z. B. der Deutsche Alpenverein DAV in der Arbeitsgruppe Raumplanung) als Beobachter vertreten sind. Mitglieder des CAA sind die Alpenvereine Deutschlands, Österreichs, der AVS, der CAI, der französische Alpenverein, der Schweizer Alpen-Club, der slowenische und liechtensteinische Alpenverein. <BR /><BR />Die Olympischen Spiele Cortina-Mailand finden in wenigen Wochen statt und werden laut Aussendung – trotz gegenteiliger Versprechen – nur wenig Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit bringen. Darüber seien sich die Sitzungsteilnehmer einig gewesen. Die CAA-Verbände haben in Zusammenarbeit mit CIPRA International und anderen Umweltverbänden ein Positionspapier mit Forderungen für künftig nachhaltigere, ressourcenschonendere sportliche Großveranstaltungen erarbeitet, das in Kürze der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.<h3> Verbände setzen eigene Maßnahmen für Klimaschutz</h3>Die Vorstellung der Jahresberichte ist ebenso fixer Bestandteil der KONSAR-Sitzung. Zu den wichtigsten in den Verbänden behandelten Themen gehört der (teilweise beschleunigte) Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Als Beispiele wurden Photovoltaikparks im Gebirge der Schweiz, die Errichtung eines riesigen Speichers für ein Pumpspeicherkraftwerk im Platzertal im Bundesland Tirol oder eine mögliche Neuauflage für ein Windpark-Projekt in den Brennerbergen genannt. <BR /><BR />Die Verbände setzen eigene Maßnahmen für den Klimaschutz. Der DAV initiiert wieder die „Freie Nacht fürs Klima“ auf ausgewählten Schutzhütten, bei der Gäste, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, die erste Nacht kostenlos schlafen. Der Schweizer Alpen-Club hat Daten zu Treibhausgasemissionen aus tierischen Produkten recherchiert, welche die gemeinsame Ausbildungsunterlage zur vegetarischen Ernährung in den alpinen Vereinen ergänzt. <BR /><BR />Mehrere Verbände berichteten über den lokal massiven Besucherdruck in den Bergen – Stichwort „Overtourism“. Dieses Phänomen sei im heurigen Sommer in Südtirol stark spürbar gewesen. Mit der Errichtung eines Drehkreuzes mit Bezahlfunktion an einem Wanderweg, welcher zum Foto-Hotspot Seceda in Gröden führt, sei wohl die „Spitze des Eisbergs“ sichtbar geworden. <BR /><BR />Die Kommission befasste sich auch mit der Planung fürs kommende Jahr: Man wolle sich neben Klimaschutz, erneuerbaren Energien und Besucherlenkung auch mit den Vorgaben der „nature restoration law“ und deren Implementierung in den EU-Mitgliedstaaten befassen.