Mit der gestrigen Sitzung hat die Landesleitstelle hinsichtlich der Olympischen Spiele in Antholz ihre Tätigkeit abgeschlossen und insgesamt eine positive Bilanz gezogen: Dank der engen Abstimmung aller beteiligten Stellen verliefen die Spiele aus Sicht des Bevölkerungsschutzes geordnet und sicher. Landeshauptmann und Bevölkerungsschutzlandesrat Arno Kompatscher dankte bei der Sitzung allen beteiligten Organisationen und Einsatzkräften für die professionelle und reibungslose Zusammenarbeit während der gesamten Einsatzphase.<h3> „Hohe Professionalität, hohes Engagement“</h3>Die Landesleitstelle ist bei der Agentur für Bevölkerungsschutz angesiedelt und koordinierte seit Ende Jänner zentral alle zivilschutzrelevanten Maßnahmen im Zusammenhang mit den olympischen Wettbewerben. Vertreten sind unter anderem das Regierungskommissariat, der Sanitätsbetrieb, der Landesfeuerwehrverband, die Berufsfeuerwehr, der Landesstraßendienst, der Landesforstdienst und das Amt für Zivilschutz. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280961_image" /></div> <BR />Tägliche Briefings im Landeslagezentrum sowie der laufende Austausch mit der Gemeindeleitstelle in Antholz und den übergeordneten Koordinierungsstellen gewährleisteten eine durchgehende Beobachtung der Lage. Das eigens eingerichtete Zivilschutzcamp in Niederrasen sowie die verstärkte Besetzung des Landeslagezentrums in der Agentur für Bevölkerungsschutz in Bozen bewährte sich. <BR /><BR />„Die Olympischen Spiele haben einmal mehr gezeigt, dass die Stärke des Bevölkerungsschutzes in der Zusammenarbeit aller Beteiligten und Einsatzorganisationen liegt. Alle haben sich mit hoher Professionalität, Umsicht und großem Engagement gegenseitig ergänzt“, betonte Landeshauptmann Kompatscher bei der Sitzung.<BR /><BR />Im Zuge der Einrichtung der Landesleitstelle war der Zivilschutzstatus landesweit vom Normalzustand „Zero“ auf die Aufmerksamkeitsstufe „Alfa“ angehoben worden, um erhöhte Wachsamkeit und rasche Abstimmung sicherzustellen. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Bewerbe setzte die Landesleitstelle den Status nun wieder auf „Zero“ zurück.<h3> Zahlreiche Einsätze im Fleimstal für die Ortspolizei Karneid</h3>Auch die Ortspolizei Karneid hat in den vergangenen Wochen ein außerordentliches Einsatzkonzept zur Verkehrsüberwachung und Gefahrenabwehr anlässlich der Olympischen Spiele umgesetzt. Dieses zeichnete sich durch eine verstärkte Präsenz und zahlreiche operative Einsätze entlang der Hauptverkehrsachsen aus.<BR /><BR />Während der gesamten Dauer der Olympischen Spiele waren durchgehend zwei Streifen der Ortspolizei Karneid im Einsatz; in Zeiten mit einem besonders starken Verkehrsaufkommen wurde zusätzlich eine dritte Einheit eingesetzt. Die Beamten, koordiniert vom Verantwortlichen Ivan Tonon, überwachten insbesondere die SS241 im Eggental, die SS12 sowie den Bereich der Autobahnausfahrt und der Mautstelle Bozen Nord und griffen wiederholt bei verkehrsbedingten kritischen Situationen ein.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280910_image" /></div> <BR /><BR />Besonders arbeitsintensiv waren die Tage mit Schneefällen. Die Streifen leisteten zahlreichen Verkehrsteilnehmern Hilfe, die aufgrund schneebedeckter Fahrbahnen stecken geblieben oder in Schwierigkeiten geraten waren. Zudem unterstützte die Ortspolizei auch Fahrzeuge ohne ausreichende Winterausrüstung und sicherten zeitweise stark belastete Straßenabschnitte ab. Zusätzlich wurden gezielte Kontrollstellen im Talbereich eingerichtet, um die vorschriftsmäßige Winterausrüstung zu überprüfen und dadurch gefährliche Situationen sowie einen gänzlichen Verkehrsstillstand präventiv zu vermeiden.<BR /><BR />Mehrere Einsätze betrafen Verkehrsunfälle sowie liegengebliebene Fahrzeuge. Durch rasche Absicherung der Unfallstellen, die Verkehrsregelung und die Koordination der Bergungsmaßnahmen konnte die normale Befahrbarkeit der Strecke in kurzer Zeit wiederhergestellt werden. Diese Maßnahmen gewährleisteten die Funktionsfähigkeit einer zentralen Verkehrsverbindung zwischen Bozen Nord und dem Fleims- und Fassatal und verhinderten längere Verkehrsbehinderungen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280913_image" /></div> <BR /><BR />Aufgrund des außergewöhnlich hohen Verkehrsaufkommens – bedingt durch das Zusammentreffen der Olympischen Spiele mit den Faschingsferien und der Anreise zahlreicher Gäste aus Deutschland, Tschechien und Polen sowie Tagesgästen in die Skigebiete Obereggen und Carezza – war es in mehreren Situationen erforderlich, den Verkehr zu regeln. Durch gezielte Verkehrslenkungsmaßnahmen vor und nach den Wettkämpfen wurde ein geordneter Zu- und Abfluss der Fahrzeuge sichergestellt.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1280916_image" /></div> <BR /><BR />„Der Einsatz erforderte ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Flexibilität und enger Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationen“, betont Koordinator Ivan Tonon. Ein besonderer Dank gelte daher der Straßenpolizei, den Carabinieri, dem Straßendienst der Autonomen Provinz Bozen, den Rettungsorganisationen sowie insbesondere den Freiwilligen Feuerwehren der Talschaft für die ausgezeichnete Koordination und die wertvolle operative Unterstützung. „Die verstärkte Präsenz vor Ort und das rasche Eingreifen in zahlreichen Situationen waren entscheidend, um Sicherheit und Verkehrsfluss in einem Zeitraum mit außergewöhnlich hoher Besucher- und Verkehrsfrequenz zu gewährleisten.“