Am Olympiakuchen 2026 quasi zum Nulltarif mitnaschen – aus diesem Versprechen scheint nichts zu werden. Denn die Kostenkalkulation für die Adaptierung des Biathlon-Stadions in Antholz schnellen in die Höhe. <BR /><BR /> Laut der Antwort des Landeshauptmannes Arno Kompatscher auf die jüngste entsprechende Anfrage des Team K-Abgeordneten Alex Ploner spendiert das Land mittlerweile über 26 Millionen Euro in die Arena. <BR /><BR />„Ich kann mich gut erinnern, wie der Landeshauptmann bei der Bewerbung mit den Biatlohnbewerben für 'Mailand-Cortina 2026' argumentiert hat, in Antholz könnte man morgen schon mit den Wettbewerben beginnen, es sei in Antholz alles olympiatauglich“, ärgert sich Alex Ploner. <h3> Speichersee und unterirdischer Schießstand</h3>Denn schon im vergangenen November musste der Landeshauptmann auf eine Anfrage zugeben, dass man der Gemeinde für die Adaptierung 20 Millionen Euro zur Verfügung stelle. „Mittlerweile sind wir bei über 26 Millionen Euro“, rechnet Ploner vor. Darin stecken rund 24,6 Millionen Euro für Adaptierung und Renovierung des Schießstandsbereichs. „Dabei wurden bereits für die Austragung der WM 2020 bereits 10 Millionen Euro in die Anlage investiert“, erinnert Ploner. Für elektrische Infrastrukturen zahlt das Land weitere 377.700 Euro und noch einmal 424.620 Euro für den Speichersee. <BR /><BR />Auch bei der Beschneiungsanlage, die der Staat mit 6,5 Millionen finanziert, stockt das Land mit 767.830 Euro auf. In die Höhe getrieben haben die Kosten insbesondere neue Projekte, wie eine unterirdische Waffenkammer und ein ebenfalls unterirdischer Schießstand zum Einschießen, der nicht in den Vorgaben des IOC vorhanden ist. <BR /><BR /><embed id="dtext86-60044853_quote" /><BR /><BR />Zumal der Bürgermeister der Gemeinde Rasen-Antholz bereits von Kosten von über 40 Millionen Euro spreche, befürchtet Ploner, dass es auch noch weitere Aufstockungen von Seiten des Landes geben könnte. Für Pustertaler Straßenbauprojekte gibt es im Rahmen der Olympiafinanzierung von Rom bislang zugesichert insgesamt 88,4 Millionen Euro. Damit wird u.a. ein Teil der Umfahrung Percha finanziert (29 Millionen Euro). Den weitaus größeren Teil zahlt das Land mit 78 Millionen Euro. <BR /><BR />„Umfangreiche Zusatzfinanzierungen für die Abdeckung der Baukosten seitens des Staates“ sind laut Kompatscher schon beschlossen. Das entsprechende Dekret müsse noch verabschiedet werden. Sorgen macht sich Ploner daher auch hier über eventuelle weitere Kostensteigerungen. Denn wer Mehrkosten tatsächlich zahlt, dazu bleibt die Kompatscher-Antwort vage: Man könne bei der Infrastrukturgesellschaft Zusatzmittel beantragen, die dann die Verfügbarkeit prüfe. <BR /><BR /> Indes hat gestern im Regierungskommissariat das Sicherheitskomitee getagt, um um die Sicherheitsmaßnahmen in Zusammenhang mit der Austragung der Olympischen Winterspiele „Mailand-Cortina 2026“zu besprechen.<BR /><BR />