Dies geht aus einer Analyse der Bankengewerkschaft Fabi auf Grundlage von Daten der italienischen Postpolizei hervor.<BR /><BR />Besonders deutlich wird die Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. Seit 2022 ist die Schadenssumme um 75,9 Prozent gestiegen - von 152,9 Millionen auf 269 Millionen Euro. Die Zahl der registrierten Fälle nahm dagegen nur geringfügig zu. 2025 wurden insgesamt 27.085 Fälle von Online-Betrug und Cyberkriminalität erfasst. Im Jahr zuvor waren es 27.182 Fälle. Damit ging die Zahl sogar leicht um 0,4 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg die Summe des gestohlenen Geldes weiter kräftig an.<BR /><BR />Die Entwicklung seit 2022 zeigt eine kontinuierliche Zunahme: 152,9 Millionen Euro wurden damals erbeutet, 2023 waren es 177,354 Millionen, 2024 bereits 229,12 Millionen und 2025 schließlich 269 Millionen Euro. Über vier Jahre summiert sich der finanzielle Schaden damit auf mehr als 828 Millionen Euro.<BR /><BR />Für Lando Sileoni, Generalsekretär der Fabi, zeigt die Entwicklung, dass technische Schutzmaßnahmen allein nicht ausreichen. „Der menschliche Faktor ist kein Relikt der Vergangenheit, das überwunden werden muss“, sagte Sileoni. Er sei auch im digitalen Zeitalter ein wichtiger Bestandteil der Sicherheit im Bankensystem. Die Digitalisierung biete enorme Chancen, könne aber zugleich von Kriminellen genutzt werden, um Betrugsversuche immer ausgefeilter und glaubwürdiger zu gestalten, sagte Sileoni. Deshalb seien kontinuierliche Investitionen in Sicherheit, Prävention und die Information von Kunden notwendig.<BR />Besonders wichtig sei es, Kunden bei verdächtigen Vorgängen nicht allein zu lassen. Wer mit einer ungewöhnlichen Zahlungsaufforderung, einer zweifelhaften Geldanlage oder dem Druck konfrontiert werde, schnell Geld zu überweisen, sollte sich nach Einschätzung Sileonis zunächst an den Bankberater oder die Filiale wenden.<BR /><BR />Die Fabi verweist zugleich auf eine gegenläufige Entwicklung bei Angriffen auf sensible Infrastrukturen. 2025 wurden dort 9250 Cyberangriffe beziehungsweise Warnmeldungen registriert. Ein Jahr zuvor waren es noch 11.887 gewesen. Das entspricht einem Rückgang um 2637 Fälle oder 22,2 Prozent.