Digitale Medien beeinflussen Beziehungen, Sprache und Emotionen tiefgreifend. In diesem Kontext können oft unsichtbare Formen von Gewalt entstehen, wie Ausgrenzung, Cybermobbing und Verletzungen persönlicher Grenzen. <BR /><BR />„Gewalt in digitalen Medien lässt sich nicht durch vereinzelte Regeln verhindern, sondern durch stabile Beziehungen, die Präsenz von Erwachsenen und gemeinsame Verantwortung“, betont Markus Frei, Co-Sprecher des Netzwerks.<BR /><BR />Die Fachleute des Netzwerks betonen die Notwendigkeit eines entschlosseneren politischen Engagements: einerseits, um die wirksame Umsetzung bereits bestehender Vorschriften zu gewährleisten, andererseits, um Bereiche zu identifizieren, in denen diese verstärkt oder durch neue Maßnahmen ergänzt werden müssten. Gleichzeitig sei es wichtig, Räume zu fördern, in denen speziell die Jugendlichen Kompetenzen, Ideen und Verantwortung zum Ausdruck bringen können, mit speziellem Augenmerk auf Prävention und aktiver Beteiligung.<BR /><BR /> Bildungseinrichtungen seien aufgerufen, zusammenzuarbeiten, um die Kommunikationskompetenzen und das Bewusstsein für die Macht der Worte zu stärken. „Es braucht Mut und generationenübergreifende gesellschaftliche Verantwortung: nicht wegschauen, eingreifen, wenn man Gewaltsituationen erkennt, und auch als erwachsene Gesellschaft eine aktive Rolle übernehmen“, erklärt Elisa Zenatti, Co-Sprecherin des Netzwerks.<h3> Netzwerk Gewaltprävention</h3>Das 2007 vom Forum Prävention ins Leben gerufene Netzwerk zur Gewaltprävention bietet einen Raum für den Austausch zwischen Einrichtungen und Diensten, die in den Bereichen Bildung und Ausbildung, Beratung, Jugend- und Sozialarbeit sowie im Gesundheitswesen, bei den Strafverfolgungsbehörden und im Justizwesen tätig sind. <BR /><BR />Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu stärken, bestehende Angebote zu erweitern und die Gewaltprävention zu fördern.