Freitag, 04. Januar 2019

Online-Kinderpornografie: 38 Ermittlungen im Jahr 2018

Ob Online-Pornografie, Cybermobbing oder Finanzkriminalität: Die Post- und Kommunikationspolizei hat über das vergangene Jahr Bilanz gezogen und die Ergebnisse der Bekämpfung der Internetkriminalität vorgestellt.

Die Post- und Kommunikationspolizei hat über das vergangene Jahr Bilanz gezogen.
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Die Post- und Kommunikationspolizei hat über das vergangene Jahr Bilanz gezogen. - Foto: © shutterstock

2018 erzielte die Post- und Kommunikationspolizei bedeutende Ergebnisse im Bereich der Unterdrückung von Straftaten und der Prävention. So wurden im bereich der Kinderpornografie 38 Ermittlungen eingeleitet, die zu einer Festnahmen und 20 Anzeigen auf freiem Fuß führten.

Im Bereich der Online-Verführung wurden 7 Personen auf freiem Fuß gemeldet. Sehr bedeutsam ist auch die Aufklärung junger Menschen über die Gefahren im Netz. Einmal, bringen die Beamten als Beispiel vor, wurde ein Mädchen von einem Jungen im Netzwerk angesprochen und sprach mit ihr über ihre sexuellen Vorlieben. Diese Aussagen wurden so vom Unbekannten verwendet, um das junge Mädchen zu erpressen und so sexuelle Leistungen zu erhalten.

Bei der Überwachung von 100 Webseiten, die für Bild- und Videomaterial Minderjährige ausbeuten könnten, wurden 49 Seiten aufgrund von illegalem Inhalt auf die sogenannte „Black list“ gestellt.

Auch der Beitrag der Sendung „Südtirol Heute“ hat die Zahlen vorgestellt.

Zur Bekämpfung der Cyberbedrohung

Eine neue Einrichtung einer Arbeitseinheit für die Cyber-Sicherheit in der Hauptabteilung Trentino-Südtirol hat den Vorbeugungstätigkeiten einen besonderen Impuls gegegeben: Über eine spezielle Vereinbarung konnten 1300 Fälle von Cyberbedrohung gemeldet werden. Darunter waren 9 Vorfälle, die eine Gefahr für die EDV-Strukturen des Regionalgebietes darstellten.

Maßnahmen zur Bekämpfung der Finanzkriminalität

Besonders im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen gibt es immer weiter verbreitete Hacking-Techniken. Zeil der Kriminellen ist es dabei, durch die gewonnenen Informationen in die Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen einzugreifen und finanzielle Vermögenswerte auf Girokonten umzuleiten.

Im vergangenen Jahr wurden in der Hauptabteilung Trient und in der Abteilung Bozen 9 Fälle angezeigt. Nur in 4 Fällen wurde der Betrug zu Ende geführt und verursachte einen wirtschaftlichen Schaden von rund 300.000 Euro.

Tätigkeiten zur Bekämpfung im Online-Handel-Betrug

Betrügereien im Online-Handel sind im stetigen Wachstum: Im Trentino-Südtirol wurden, in den Büros von Trient und Bozen, 348 Strafanträge eingereicht  und 103 Personen angezeigt .

Von besonderer Bedeutung in diesem Sektor war eine neue Betrugsart namens „pay to sell", (zahlen um zu verkaufen) die sich in den letzten Monaten des Jahres 2018 verwirklichte. Nachdem eine Ware im Internet zum Verkauf angeboten wurde, wurde der ahnungslose Verkäufer vom betrügerischen Käufer kontaktiert, der ihn zur Bezahlung der Ware durch eine Bancomat-Karte oder durch ein Postamat auffordert.

Der Betrüger überzeugt den Verkäufer, sich an einen Geldautomaten zu begeben, um seine  eigene Karte „aufzuladen". Die Täuschung liegt jedoch darin, dass die Transaktion, die der Betrüger den Verkäufer durchführen lässt keinesfalls eine Gutschrift auf die Karte des Verkäufers ist, sondern eine Gutschrift  zugunsten des Kriminellen , der seine Karte angegeben hat.

Online-Mobbing

Die Post- und Kommunikationspolizei engagiert sich seit mehreren Jahren in Sensibilisierungs-und Vorbeugungskampagnen zur Verhinderung von Risiken und Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets, insbesondere für junge Generationen.

Insgesamt hat die Sondereinheit der Postpolizei im Jahr 2018 etwa 180 Treffen in den Schulen abgehalten und sprach so rund 15.000 Schülern und 1500 Lehrpersonen an. Bei diesen Treffen mit dem Personal der Sondereinheit waren circa 2300 Eltern anwesend.

stol

stol