Unter dem Namen „Taxi Driver“ haben die Carabinieri von Schlanders und Partschins in Zusammenarbeit mit ihren Bozner und Meraner Kollegen Drogen im Wert von 500.000 Euro beschlagnahmt, wie die Carabinieri am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitteilten. 15 Verdächtige wurden verhaftet und weitere 21 wurden angezeigt. Die Carabineri nannten ihre Operation „Taxi Driver“, da einer der mutmaßlichen Dealer wiederholt seine Ware aus einem Mailänder Taxi heraus vertrieben hat.Ein Jahr BeobachtungenÜber ein Jahr beobachteten die Ordnungskräfte die Situation: Seit Januar 2016 wurde gegen die Gruppe ermittelt. Vergangene Woche wurden die letzten Festnahmen vollzogen, ein Teil der Festgenommen wurde bereits verurteilt. Carabinieri-Landeskommandant Oberst Stefano Paolucci zeigte sich über diese Entwicklung erfreut: „Diese raschen Urteile zeigen, wie effizient wir gearbeitet haben.“Im Zuge der ersten Festnahmen wurden 5,5 Kilogramm Marihuana, 4,5 Kilogramm Haschisch, 822 Gramm Kokain. 6,25 Gramm Heroin und 30.345 Euro sichergestellt. Ebenso wurden 3 Waffen, ein Moped, Goldschmuck und 22 - vermutlich gestohlene - Identitätskarten beschlagnahmt.Dealer und Kunden gleich altDen Kern der Gruppe bildeten ein Südtiroler aus Naturns, ein in Südtirol ansässiger irakischer Kurde und ein Araber, der im Vinschgau ansässig ist. Keiner der Festgenommen war laut Carabinieri ein Flüchtling, ein Großteil der Personen war den Carabinieri bereits bekannt, wie Oberst Paolucci betonte. Sie sind, so wie ihre Kunden, zwischen 20 und 30 Jahre alt. Die Anklage lautet auf Rauschgifthandel, Hehlerei und Diebstahl.Krimineller TeufelskreisDie Festgenommen waren in einem kriminellen Kreislauf gefangen: „Der Konsument wird zum Dealer, der Dealer dann zum Dieb, um seinen Drogenkonsum finanzieren zu können“, erklärte Oberst Paolucci. Im Zuge der Festnahmen wurden unter anderem 14 Tablets und ein Laptop gefunden, die man Meraner Mittel- und Oberschülern gestohlen hatte. Die Geräte sollten, so ist anzunehmen, weiterverkauft werden.Präsenz zeigenDie Geräte wurden den Schülern im Rahmen einer Aufklärungskampagne der Carabinieri zurückgegeben. „Besonders bei den Jungen ist es wichtig, die Gefahren des Drogenkonsums aufzuzeigen - dabei wollen die Carabinieri mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagte Paolucci abschließend.stol/wh