Dienstag, 28. November 2017

Operation Triest: Über 100 Festnahmen

Über 100 Festnahmen in vier Ländern, 35 Kilogramm Heroin und kleinere Mengen anderer Drogen wurden sichergestellt: Das ist die Bilanz der Operation „Triest“, die im August abgeschlossen worden ist.

Insgesamt wurden mehr als 100 Personen bei der Operation Triest festgenommen.
Insgesamt wurden mehr als 100 Personen bei der Operation Triest festgenommen. - Foto: © shutterstock

Die Operation nahm im Jahr 2013 ihren Anfang, als im Hafen von Triest ein Türke mit kurdischen Wurzeln mit zwei Kilogramm Heroin festgenommen worden ist, der seinen Wohnsitz im Burgenland hatte. Wie der burgenländische Landespolizeidirektor Martin Huber berichtete, wurden bei einer Hausdurchsuchung zwei weitere Kilogramm Heroin sowie diverse Streckmittel gefunden. Auf Ansuchen von Italien wurden danach die Ermittlungen aufgenommen.

Die Kriminalisten stießen schnell auf eine kurdisch-türkische Organisation, die sich offenbar „Familien-Clan“ nannte und deren Mitglieder sich zumeist als Asylwerber oder illegal im Land aufhielten. „Einige unter falschen Personendaten, einige wurden bereits mehrfach abgeschoben, sind aber dennoch wieder zurückgekehrt“, sagte Huber. Die weiteren Mittäter hielten sich in der Türkei, Italien, der Schweiz, Deutschland und Polen auf. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Kurden aus dem Raum Bingöl in der Türkei. Der „Familien-Clan“ handelte laut Polizei mit Heroin und Kokain samt Streckmitteln sowie in geringerem Ausmaß mit Cannabis.

4 Länder an Ermittlungen beteiligt

An den Ermittlungen waren Staatsanwaltschaften in Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz beteiligt. Insgesamt wurden mehr als 100 Personen festgenommen. Neben dem Heroin wurden 0,5 Kilogramm Kokain, 22 Kilogramm Streckmittel und vier Kilogramm Cannabis sichergestellt. Der Straßenverkaufswert der Drogen betrug demnach mehr als vier Millionen Euro.

Weiters wurden rund 165.000 Euro in bar, mehrere verbotene Waffen und gefälschte deutsche und bulgarische Dokumente beschlagnahmt. Gegen die Täter wurden zahlreiche Anzeigen wegen Suchtmittelhandels, Geldwäsche und Urkundenfälschung erstattet. Außerdem wurden Anzeigen nach dem Waffengesetz und Tatbeständen gegen Leib und Leben (Gefährliche Drohung, Erpressung, Schwere Körperverletzung) erstattet.

apa

stol