Sonntag, 05. Januar 2020

Opfer von Luttach feierten vor Tragödie im „Hexenkessel“: Lokal bleibt aus Respekt geschlossen

Die jungen Menschen, die in Luttach von einem 27-jährigen betrunkenen Fahrzeuglenker aus Kiens zu Tode gefahren worden sind, verbrachten zuvor ihren Abend im Hexenkessel in St. Johann im Ahrntal. Das Lokal bleibt aus tiefer Trauer und aus Respekt vor den Opfern geschlossen.

Die Trauer in Luttach ist groß.
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Die Trauer in Luttach ist groß. - Foto: © DLife

Wie berichtet starben bei dem Horrorunfall in Luttach 6 Menschen zwischen 20 und 25 Jahren, 4 weitere wurden schwerst verletzt.

Die jungen Leute, die sich untereinander nicht alle kannten, verbrachten ihren Abend im Hexenkessel im etwa 4 Kilometer entfernten St. Johann, um zu feiern.

Die Betreiber und Mitarbeiter des Lokals sind geschockt und teilen via Facebook mit, dass das Lokal aus Respekt und in tiefer Trauer geschlossen bleibt.

Aus Respekt und tiefer Trauer bleibt das Lokal heute geschlossen! Unser herzliches Beileid den Angehörigen!Das Hexenkessel - Team

Pubblicato da Hexenkessel su Domenica 5 gennaio 2020


Wie Zeugen gegenüber STOL berichten, soll die Gruppe junger Leute aus Deutschland nach dem Feiern im Hexenkessel mit einem Shuttlebus in Richtung Unterkunft gefahren und bei der Bushaltestelle in der Nähe des Posthotels in Luttach aus dem Bus ausgestiegen sein. Ihre Unterkunft , das Ferienhaus Bruggerhof, lag nur etwa 100 Meter entfernt. Auf der Höhe des Hotels Tiroler Adler, etwa 50 Meter vor der Unterkunft, kam es dann aber zum folgenschweren Unglück.


Die jungen Menschen wollten ersten Erhebungen zufolge die Straße überqueren, um über die Brücke der Ahr zu ihrer Unterkunft zu gelangen, als der 27-jährige alkoholisierte Autofahrer aus Kiens, der taleinwärts unterwegs war, in die Gruppe raste.

„Die jungen Leute wurden meterweit durch die Luft geschleudert“

Wie ein Augenzeuge gegenüber STOL betont, seien die jungen Opfer teils meterweit durch die Luft geschleudert worden und dann leblos auf dem Asphalt liegen geblieben.

Den Einsatzkräften bot sich beim Eintreffen am Unfallort ein furchtbarer Anblick. „Wie auf einem Schlachtfeld“ sagte einer der Feuerwehrleute.



Bei einer Pressekonferenz am Sonntagmorgen herrschte Entsetzen und Fassungslosigkeit. STOL hat mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Bürgermeister Helmut Gebhard Klammer, Primar Marc Kaufmann, Feuerwehr-Vizekommandant Wolfgang Mairhofer und und Alfred Außerhofer (Abschnittsleiter des Weißen Kreuzes) gesprochen.

Wie berichtet, stammen die meisten der Todesopfer , vermutlich 4, aus Nordrhein-Westfalen, 2 Opfer aus Köln bzw. aus Remscheid wurden bestätigt.

Das gab der Ministerpräsident des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen Armin Laschet (CDU) am Sonntag über Twitter bekannt.

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vs/am