Sonntag, 09. August 2015

Opferanwalt bereitet nach Germanwings-Absturz Klage in USA vor

Der Germanwings-Absturz in den französischen Alpen mit 150 Toten könnte die US-Justiz beschäftigen.

Foto: © APA/Reuters

„Wir bereiten eine Klage in den USA vor und sehen gute Chancen für einen Gerichtsstand in den Vereinigten Staaten“, sagte der Rechtsanwalt Elmar Giemulla, der 39 Opferfamilien vertritt, der „Bild am Sonntag“.

Es gehe insbesondere darum, mithilfe des dortigen außergerichtlichen Systems der Beweisaufnahme feststellen zu lassen, „warum es möglich war, dass der Copilot mit erwiesenen psychischen Problemen und einer entsprechenden Vorgeschichte überhaupt fliegen durfte“.  

Eine Klagesumme gebe es noch nicht, sagte Giemulla weiter.  

In den USA erhalten Hinterbliebene in der Regel das Zehnfache der in Deutschland üblichen Summen.  

Die Lufthansa als Germanwings-Mutterkonzern hatte den Hinterbliebenen zunächst 25.000 Euro Schmerzensgeld und zusätzliche Leistungen angeboten, was die Angehörigen als unzureichend kritisierten.

apa/afp

stol