Gegen 9.30 Uhr - auf rund 2.800 Höhenmetern - rutschte der polnische Bergsteiger aus bisher ungeklärter Ursache plötzlich aus und stürzte in einer Rinne an der Ortler-Nordwand rund 500 Meter in die Tiefe. Zu dem Zeitpunkt sollen die beiden Bergsteiger noch nicht angeseilt gewesen sein. Sein Freund, der Augenzeuge des Sturzes wurde, reagierte geistesgegenwärtig und alarmierte umgehend die Landesnotrufzentrale. Diese verständigte sofort die Bergrettung Sulden, die Rettungsmannschaft des Pelikan I und das Weiße Kreuz. Als die Rettungskräfte am Unfallort eintrafen, fanden sie einen beinahe unverletzt gebliebenen Bergsteiger vor. "Der Mann hat riesengroßes Glück gehabt", meinte Olaf Reinstadler von der Bergrettung Sulden gegenüber STOL. Er sei mit ein paar Schnittwunden und blauen Flecken davongekommen.Die Rettungskräfte bargen den Mann und brachten ihn ins Tal, wo er in das Krankenhaus von Schlanders eingeliefert wurde. Wahrscheinlich war es - neben viel Glück - die schneebedeckte Rinne, die dem Mann das Leben rettete. Der Schnee federte vermutlich den Aufprall ab und verhinderte damit schwerere Verletzungen. joi