Sonntag, 04. Oktober 2015

Ostküste der USA unter Wasser gesetzt

Ein Hurrikan und ein Tiefdruckgebiet haben an der Ostküste der USA in der Nacht auf Sonntag zu schweren Überschwemmungen geführt. Vor der Küste zieht Hurrikan „Joaquin“ vorbei und ein weiteres Tiefdruckgebiet sorgt für zusätzliche Regenmassen, wie Meteorologen des Senders CNN erklärten.

Verzweifelt schauen die Menschen in den USA auf überflutete Straßen und Häuser.
Verzweifelt schauen die Menschen in den USA auf überflutete Straßen und Häuser. - Foto: © APA/EPA

„Lebensgefährliche Strömungen, hohe Brandungen und Überschwemmungen werden sich vor allem bei Flut fast an der gesamten US-Ostküste entlang ausbreiten“, sagte Meteorologe Michael Guy.

Am schlimmsten betroffen war am Wochenende der US-Bundesstaat South Carolina, wo es zu Stromausfällen und Chaos auf den Straßen kam. Der nationale Wetterdienst gab am frühen Sonntagmorgen weitere Notstandsmeldungen für einzelne Bezirke im Staat aus.

US-Medien berichteten von möglichen „Jahrhundertfluten“, der Wetterdienst warnte vor Niederschlägen von bis zu 380 Millimetern Regen. Von den Unwettern sind auch die südlichen Appalachen betroffen.

Nach Berichten des Senders CNN mussten Rettungsmannschaften in der Nacht zahlreiche Menschen aus in den Wassermassen feststeckenden Autos befreien. Seit Donnerstag sind bereits vier Menschen in wetterbedingten Unfällen ums Leben gekommen.

80 Straßen geschlossen, 30.000 Haushalte ohne Strom 

Rettungsmannschaften kommen mit der Arbeit nicht nach. Mehr als 80 Straßen seien im Staat bereits geschlossen worden. Knapp 30.000 Haushalte hätten keinen Strom.

US-Präsident Barack Obama hatte bereits am Samstag den Notstand in South Carolina erklärt, um Bundeshilfen verfügbar zu machen.

Unterdessen setzte die US-Küstenwache ihre Suche nach einem im Hurrikan „Joaquin“ vermissten Containerschiff fort. Zuletzt hatte sie am späten Samstagabend (Ortszeit) einen Rettungsring 75 Meilen nordöstlich der letzten bekannten Position der „El Faro“ geortet.

dpa 

stol