Samstag, 16. September 2017

„Ozapft is“: 184. Oktoberfest ist eröffnet

„Ozapft is“! Mit nur 2 Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Samstag das erste Fass Bier angezapft und damit das 184. Oktoberfest eröffnet.

Foto: © APA/AFP

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) erhielt traditionsgemäß die erste Maß Festbier. Für den normalen Besucher kostet die Maß Bier dieses Jahr bis zu 10,95 Euro, 25 Cent mehr als im Vorjahr.

Erste Besucher warten seit dem Morgengrauen

Erstmals durften die Gäste erst um 9.00 Uhr auf das Festgelände. Denn aus Sicherheitsgründen wurden Lieferverkehr und Besucherströme entzerrt. Vor der Öffnung der Eingänge hatten die letzten Lieferfahrzeuge unter anderem der Brauereien das Gelände verlassen. Wie schon im Vorjahr ist das Festgelände umzäunt und nur über die offiziellen Eingänge zugänglich.

Viele Wiesngäste hatten seit dem frühen Morgen ausgeharrt. Die ersten kamen schon in der Dunkelheit und hielten sich mit Kaffee und Jause unter den Regenschirmen warm - einige glühten mit mitgebrachtem Bier vor.

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Angesichts der latenten Terrorgefahr haben die Behörden ihr Sicherheitskonzept für das größte Volksfest der Welt nochmals ausgeweitet. Wie schon im Vorjahr ist das Gelände umzäunt, an den Eingängen gibt es Kontrollen. Die Gepäckaufbewahrungsstellen hatten gegen 09.00 Uhr noch reichlich Platz. Ohnehin hatten die meisten Rücksäcke und größere Taschen gleich zu Hause gelassen, sie sind wie schon im Vorjahr erneut aus Sicherheitsgründen verboten.

Polizeibeamte mit am Körper befestigten Kameras, sogenannten Bodycams, zusätzliche Videokameras und mehr Blumenkübel als Zufahrtssperren gehören zu den erweiterten Maßnahmen. Über eine Lautsprecheranlage sollen zudem Besucherströme bei einem möglichen Alarm besser geleitet werden.

Längstmögliche Wiesen

Neu auf der Wiesn sind auch eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, darunter eine Achterbahn mit einer ausschwingenden Gondel und ein 80 Meter hohes Kettenkarussell namens "Jules Verne Tower". Im Südteil des Festgeländes auf der "Oiden Wiesn" mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik rollt erstmals eine mehr als hundert Jahre alte Kindereisenbahn. Das Festzelt "Zur Schönheitskönigin" will die Wirtshauskultur der Volkssänger neu beleben.

Das 184. Oktoberfest dauert in diesem Jahr 18 Tage - weil es bis zum 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, verlängert wird. Es ist damit die längstmögliche Wiesn. An die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

apa/dpa

stol