Dienstag, 14. Januar 2020

Ozeane inzwischen deutlich wärmer

Die Weltmeere waren einer aktuellen Analyse zufolge im vergangenen Jahr so warm wie nie zuvor seit Beginn der globalen Erfassung. Die Erwärmung der Ozeane durch den Klimawandel beschleunige sich zudem, warnt ein Team von 14 Wissenschaftlern aus 11 Instituten verschiedener Länder.

Seit 1970 seien mehr als 90 Prozent der Erderwärmung in die Ozeane geflossen.
Seit 1970 seien mehr als 90 Prozent der Erderwärmung in die Ozeane geflossen. - Foto: © shutterstock

Die vergangenen zehn Jahre hätten die höchsten Temperaturen der Meere seit den 1950er-Jahren gebracht, wobei die jüngsten fünf Jahre die jeweils wärmsten gewesen seien, geht aus der Untersuchung hervor, die im Fachmagazin „Advances in Atmospheric Sciences“ vorgestellt wird.

Die Meerestemperatur bis in zwei Kilometer Tiefe habe im vergangenen Jahr um etwa 0,075 Grad über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010 gelegen, heißt es in dem Papier, das führend von Cheng Lijing vom Institut für atmosphärische Physik (IAP) an Chinas Akademie der Wissenschaften (CAS) geschrieben wurde. Die enorme Menge an Energie in Form von Wärme, die der Mensch über den Klimawandel in den vergangenen 25 Jahren in die Ozeane gesteckt habe, entspreche 3,6 Milliarden Atombombenexplosionen vom Ausmaß wie im japanischen Hiroshima.

Die Forscher hatten die Daten für die Erwärmung bis in 2000 Meter Meerestiefe zusammengefasst. Seit 1970 seien mehr als 90 Prozent der Erderwärmung in die Ozeane geflossen, erläutern sie.


dpa